VSR-Labormobil kommt wieder nach Weyhe

Brunnenwasser auf dem Prüfstand

Physiker Harald Gülzow untersucht vor Ort die Proben und kann den Bürgern noch am selben Tag Ergebnisse liefern. - Foto: VSR

Weyhe - Sommerliche Temperaturen führen zu einem hohen Wasserbedarf beim Befüllen des Planschbeckens und beim Gießen. Kinder lieben Pools in denen man sich abkühlen mit seinen Freunden oder Geschwistern toben kann. Aber auch das selbst angebaute Gemüse benötigt regelmäßig Wasser, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins VSR-Gewässerschutz.

„Das Nass aus dem eigenen Brunnen stellt eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar,“ sagt VSR-Vorsitzende Susanne Bareiß-Gülzow. Doch Nitrate und Pestizide würden das Grundwasser der landwirtschaftlich intensiv genutzten Region verschmutzen. Auch könnten durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten.

Ob das selbst geförderte Wasser für das Befüllen des Planschbeckens, Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, können Bürger am Labormobil der Gewässerschutzorganisation erfahren. Es hält am Montag, 7. August, auf dem Marktplatz in Kirchweyhe. Die Umweltschützer nehmen von 15 bis 17 Uhr Wasserproben entgegen.

Die Experten untersuchen das Wasser vor Ort gegen eine Gebühr von zwölf Euro auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt, sodass die Bürger schon gegen Ende der Aktion ihr Ergebnis wieder abholen können.

Brunnenbesitzer, die das Wasser auch auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien gegen Kostenbeteiligung untersuchen lassen möchten, bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugeschickt. Keiner werde mit seinen Messwerten allein gelassen. Außerdem beantwortet Diplom-Physiker Harald Gülzow immer freitags zwischen 9 und 12 Uhr Fragen unter der Rufnummer 02831/97 63 342.

Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollen zur Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei 0,5-Liter- Flaschen aus Kunststoff, die bis zum Rand gefüllt werden. Das Team vom VSR-Gewässerschutz bietet am Mobil neben allgemeinen Informationen zu Belastungen und deren Ursachen auch eine individuelle Beratung für den jeweiligen Brunnenbesitzer, um eine Belastung und deren Ursache zu besprechen.

„Unsere Messwerte sollen so dazu führen, dass Landwirte und Politiker, aber auch interessierte Bürger in der Region bei Belastungen gemeinsam nach Lösungen suchen“, sagt Susanne Bareiß-Gülzow.

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