Finanzausschuss ist mit viertem Quartalsbericht 2016 zufrieden

Weyhe benötigt drei Millionen Euro weniger als geplant

Weyhe - Von Julia Kreykenbohm. Wenn die SPD-Fraktion sich freut, die CDU sich anschließt und auch die Grünen nur Lob aussprechen – dann scheint die Verwaltung der Gemeinde Weyhe einen guten Job gemacht zu haben.

Das bescheinigten die Mitglieder des Finanzausschusses Bianca Becker, die auf der Sitzung am Mittwoch den Bericht für das letzte Quartal 2016 vorstellte. Denn dort steht, dass die Kreditermächtigung zur Finanzierung der Investitionen in Höhe von 6.900.000 Euro bislang wohl nicht gänzlich benötigt wird. 

Hoher Ertrag aus der Gewerbesteuer

„Aufgrund der positiven Entwicklung des Haushaltsjahres wird der Kreditbedarf um rund drei Millionen unterhalb der Veranschlagung liegen“, so Becker. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Überschuss von rund 3.233.900 Euro ab. „Allerdings können Jahresabschlussbuchungen noch zu Änderungen führen“, räumte Becker ein.

Im Haushalt positiv bemerkbar haben sich die höheren Erträge bei der Gewerbesteuer gemacht, wo ein Plus von 2.240.600 Euro verzeichnet werden konnte. Auch die Schlüsselzuweisungen tragen dazu bei, wo die Gemeinde insgesamt 245.600 Euro mehr eingenommen hat.

Dass das Defizit bei den einzelnen Fachbereichen von über einer Million Euro reduziert werden konnte, sei den höheren Zuwendungen, Erstattungen und Umlagen (827.000 Euro vor allem im Kindertagesstättenbereich), sowie Mehreinnahmen bei den Entgelten (541.100 Euro vor allem im Bereich der Wohnraumversorgung) geschuldet.

Für die Kitas werde gern Geld in die Hand genommen

Aber auch für 2017 sieht es finanziell gut aus für Weyhe, wie die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith erklärte. „Alles im Plan“, wurde zu einer Art geflügeltem Wort. Es gebe keine großen Abweichungen bislang. Ein Betrag von 2,9 Millionen Euro für Überschussrücklage ist eingeplant. Nicht mal die Kosten für den Ausbau der Kinderbetreuung, die bereits vom Ausschuss für Kindertagesstätten empfohlen wurde, werden den Haushalt runterreißen. „Dafür müssen wir natürlich nachlegen“, so Pundsack-Bleith. Rund 1,1 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, von denen in diesem Jahr 500.000 Euro eingeplant sind. „Wir sind recht zufrieden.“ Bei der Einkommenssteuer bekommt die Gemeinde 100.000 mehr, also insgesamt 16 Millionen Euro. Durch eine erhöhte Schlüsselzuweisung hat Weyhe 350.000 Euro mehr in der Tasche. Hinter der Steuer für Grundstücke und Gewerbe stehen 15,6 Millionen Euro. Im Raum steht bislang eine Netto-Kreditaufnahme von 1,37 Millionen Euro.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich auch nach diesem Ausblick zufrieden. „Wir können uns darauf verlassen, dass das stimmt“, sagte Rainer Zottmann (SPD). Für den Ausbau der Kitas nehme man „gern Geld in die Hand“. Claus-Peter Wessel von der CDU schloss sich an: „Darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren.“ Wilfried Brasch von den Grünen bat darum, neben der Entwicklung der Kitas auch die der Grundschulen nicht aus dem Blick zu verlieren, wo sicher ebenfalls ein Ausbau benötigt wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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