Verwaltung soll Anlagen optimieren

An der Ampel nicht länger Rot als nötig

Eine Zuschauerin wünscht sich, die Schaltung für Rotphasen für diese Kreuzung, die zur ZSA führt, zu verlängern. - Foto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Kann die Verwaltung ihre Ampeln insoweit optimieren, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer nicht länger als nötig warten müssen, und deshalb die Fahrzeuge weniger Abgase und Lärm erzeugen? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, hatte die SPD vor mehr als einem Jahr einen entsprechenden Antrag gestellt (wir berichteten). Die Ergebnisse einer Überprüfung hat Verwaltungsmitarbeiter Stefan Sommer den Mitgliedern des Ausschusses für Ordnung und Soziales am Dienstagabend vorgestellt.

In der Wesergemeinde sind an Knotenpunkten insgesamt 13 Ampelanlagen installiert, die nicht als Bedarfs- oder Dunkelampeln, sondern mit einem Signalprogramm geschaltet sind, so Sommer. Wer wann Grün bekommt, entscheidet ein Programm auf der Grundlage von errechneten Werten.

Sommer sieht nur bei vier Ampeln die Chance einer Anpassung: Auf der Strecke Rathausplatz bis zur Lahauser Straße könnten die Wartezeiten für die Nebenrichtungen verkürzt werden. Die Grüne Welle für Tempo 50 in den Zeiten von 7 bis 9 in Fahrtrichtung Dreye und von 15.30 bis 19 Uhr in Fahrtrichtung Leeste müsste abgeschaltet und auf eine verkehrsabhängige Schaltung umgestellt werden.

Der Fachmann sieht auch Optimierungsmöglichkeiten für die Kreuzung Lahauser Straße/Hauptstraße für die verkehrsschwachen Zeiten insbesondere für die Nachtstunden. Dazu arbeite die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr an einer Änderung der Schaltung, die erst in ein paar Monaten einsetzbar sei.

Hinsichtlich der Betriebszeiten könnten sich die Rathausmitarbeiter die Anlage am Neddernfeld vornehmen. Sie sei ganzjährig geschaltet, aber könnte künftig statt um 6 erst um 7 Uhr in Betrieb genommen werden. Durch eine Anpassung der Schaltung könnte die Anlage flexibler und „wirkungsvoller“ auf das Verkehrsaufkommen reagieren.

Die Polizei schlug vor, das Tempolimit für die Umgehungsstraße (Hauptstraße) von 50 auf 70 anzuheben. Die Autofahrerin und Radfahrerin Kerstin Daneke im Publikum merkte kritisch an, dass „sich einige Autofahrer nicht an die Regeln halten, und sie für ihre Tempolimit-Verstöße nicht belohnt werden sollten“. Auch die Vertreter der SPD, CDU, Grünen und der FDP machten deutlich, keine Tempo-70-Zone einrichten zu wollen.

Die Zuhörerin legte nach und merkte an, dass auf der ZSA noch Teams trainieren, wenn die Ampelanlagen in der Nähe längst abgeschaltet sind. Sie plädierte dafür, die Betriebszeiten zu verlängern, um Radfahrern einen sicheren Heimweg zu gewährleisten.

Einstimmig stellte der Ausschuss die Weichen dafür, dass die Verwaltung mit Augenmaß Verbesserungen erzielt. Bürgermeister Andreas Bovenschulte will die „Situation nicht verschlimmbessern“. Eine Umsetzung nehme eine gewisse Zeit in Anspruch, kündigte er an, denn die Verwaltung müsse präzise arbeiten, um Radfahrer und Fußgänger einzubeziehen.

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