Zweiter Termin am Sonntag

Filmfreunde zeigen digitalisierten Film „Weyhe 77“

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Haben den Film „Weyhe 77“ aufbereitet: (v.l.) die Weyher Filmfreunde Helmut Raddatz, Dieter Helms, Wilfried Meyer, Wolfgang Wortmann, Hermann Bischoff und Helmut Fellermann.

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Jetzt ist er da, der mit großer Spannung erwartete bearbeitete Film „Weyhe 77“. Und er hält, was sich die an historischen Fakten interessierten Weyher Bürger davon versprochen haben. Das Forum der KGS Kirchweyhe war am Sonntag ausverkauft, als Bürgermeister Andreas Bovenschulte die Besucher begrüßte.

Viele Gäste würden Menschen auf dem Film erkennen, die zum Teil schon nicht mehr leben, mit denen sie aber persönliche Erinnerungen verbinden. Als Kommunalpolitiker habe er einen besonderen Blick auf den Film gehabt, auf den Straßenzustand, die Bahnschranke, aber auch auf die Mode jener Zeit. Jeder trage seine persönlichen Erinnerungen an damals in sich, aber dieser Film zeige, wie es vor 40 Jahren in Weyhe wirklich aussah, das damals seine großen Veränderungen noch vor sich gehabt habe.

Es sei das große Verdienst der Weyher Filmfreunde, diesen 1977 gedrehten Streifen überarbeitet zu haben, und er dankte dem Team für die ehrenamtliche Tätigkeit, mit der Weyher Geschichte dokumentiert und lebendig gehalten werde.

Archivar Wilfried Meyer erinnerte daran, dass 1977 noch mit einer Schmalfilmkamera gedreht wurde und entschuldigte die unvermeidbaren kleinen Unschärfen. Der gesamte Film sei wegen der seinerzeit unterlegten Gema-pflichtigen Musik neu vertont worden, deshalb habe Wolfgang Wortmann, der den Film geschnitten und den Kommentar gesprochen hat, die Hauptarbeit damit gehabt.

41 Kneipen, aber nur drei Kindergärten

Für die Besucher war es eine Reise in der Vergangenheit. Schon nach der ersten Sequenz mit Wartenden vor der Bahnschranke und der Gesprächsrunde bei Ernst Koch waren sie gefangen. Hin und wieder wurde getuschelt, wenn Gäste im „Maddox“ genüsslich rauchten oder wenn es hieß, damals habe es in Weyhe noch 41 Kneipen, aber nur drei Kindergärten gegeben. 1977 war die Alte Wache noch eine echte Wache. 

Bei den Schützenfesten spielten immer Live-Bands, und in Bereichen, die inzwischen längst bebaut sind, gab es noch frei laufende Hühner, auf den Höfen suhlten sich Schweine und auf den Weiden grasten Kühe. In Gesangsvereinen wurden Volkslieder gesungen, in den Spielmannszügen Märsche geblasen. Die Besucher feierten ein Wiedersehen mit den Pastoren, mit Ratsmitgliedern, Lehrern, „Maddox“- und „Toulouse“-DJs, Chorleitern und Schützenkönigen.

Es gab hinterher noch viel über die „konservierte Vergangenheit“ zu erzählen, wie Helmut Fellermann den Film bezeichnete. Und immer wieder fragten sich die Gäste, ob das alles schon oder erst 40 Jahre her ist, und ob denn nun vor 40 Jahren alles besser oder schlechter oder nur anders war.

• Der Film wird am kommenden Sonntag noch einmal gezeigt: um 19 Uhr im Gemeindehaus Leeste.

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