Ausstellung mit Fotos von Jonas Till Jäschke

Die Welt der Springschwänze in intensiver Farbigkeit

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Jonas Till Jäschke hängt in der Wassermühle Sudweyhe eines seiner Farbfotos mit einem Springschwanz auf.

Weyhe - Von Detlef Voges. Die Objekte seiner Leidenschaft sind nur wenige Millimeter groß, heißen Collembola (Springschwänze) und tun in der Natur nur Gutes. Jonas Till Jäschke (19), noch bis zum 31. August in der Gemeinde Weyhe als Bufdi (Bundesfreiwilligendienst) tätig, hat mit seiner Kamera aus den Kleinst-Tierchen beachtliche Großformate gemacht. Die Ergebnisse sind in einer Fotoausstellung in der Sudweyher Wassermühle zu sehen.

Wer Jonas Till Jäschke trifft, begegnet einem 19-Jährigen, der erfahrener wirkt. Der Brinkumer hat bereits eine Vita und konkrete Ziele. Biologie möchte er studieren. Wenn es geht, in Bremen.

Die Natur hat Jäschke schon im Kindergartenalter fasziniert. Schon als Zwölfjähriger begeisterte er sich für Skorpione und Amphibien. Etwa zur gleichen Zeit begann er mit dem Fotografieren. Eine Liaison, die er bis heute intensivierte und die ihn zu den Millimeter-Tierchen führte.

Die kann er mittlerweile mit ihren lateinischen Namen zuordnen. Auf die Spur hat ihn ein britischer Fotograf gebracht. „Das sind interessante Tiere“, sagt Jäschke, „sehr variabel und in verschiedenen Formen und Farben.“ Zudem seien es nützliche Tiere, die Humus produzierten und die Fruchbarkeit im Boden förderten.

Der 19-Jährige kommt ins Reden, wenn er die Springschwänze auf seinen Fotos in ihrer ganzen Farbigkeit beschreibt. Orange Exemplare auf grünem Untergrund oder braune auf hellem Gelb. Viele Objekte hat er in Weyhe und umzu gefunden, andere in Dänemark, Hannover und auf Usedom. Die Fotos beeindrucken in ihrer intensiven Farbigkeit, der Komposition zwischen den Farbflächen, dem Hell- und Dunkelkontrast und den Mini-Tierchen, die bei Jäschke zu faszinierenden Großtieren wurden.

Insektenfotografie strengt an

Vom dunkelbraunen Kugelspringer (Allacma fusca) gibt es im Internet vier Abbildungen. „Zwei davon sind von mir“, sagt der Brinkumer voller Stolz.

Die Insektenfotografie strengt an. Jäschkes Ausrüstung, eine Kamera mit zwei aufmontierten Blitzen, ist schwer. Beim Fotografieren muss sich der 19-Jährige hinhocken und verrenken „Sieht völlig bescheuert aus“, sagt er. Und wenn er nicht aufpasst, sind die Kleinen weg. Sie heißen nicht umsonst Springschwänze. „Die katapultieren sich einfach weg“, erklärt er. Von 100 Bildern gefällt ihm dann vielleicht eins.

In der Wassermühle sind 15 Farbfotos zu sehen, darunter auch Fotos von Lurch, Frosch, Garnele und Gecko. Zudem auch sechs Schwarz-weiß-Bilder von Bäumen und Rindern analog fotografiert. Filme und Bilder hat der junge Mann selbst entwickelt. Dass er nebenbei noch Gitarre spielt in der Band „FriesenT“ sei hier der Vollständigkeit halber noch erwähnt.

Die Vize-Bürgermeisterin Ingrid Söfty eröffnet die Ausstellung am Sonnabend, 6. Mai, um 16 Uhr. Einführende Worte spricht Catharina Zogmayer. Sie absolviert ein freiwilliges kulturelles Jahr in Weyhe und ist Kollegin in der Band „FriesenT“.

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