Bei Weihnachtsstück „Aschenputtel“ kommen nicht nur Kinder auf ihre Kosten

Hingebungsvolle Darsteller, tolle Kostüme und Songs

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Joachim Börker als König und Simon Kase als Prinz.

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. Gut, dass „Aschenputtel“ mit dem Taubenpärchen Emma und Fabian gute Freunde hatte, denn sonst wäre das bedauernswerte Mädchen niemals Prinzessin geworden. Aber, wie das so ist in Märchen: Am Ende wird alles gut.

Frank Pinkus hat das klassische Märchen der Brüder Grimm in eine lebendige Bühnenfassung gebracht. Zusammen mit der Musik von Patrick Kuhlmann ist aus dem Märchen ein erfrischendes Musical geworden, das bei der Premiere gestern die Kinder begeisterte. Sie hatten schon zur Pause ein gutes Gefühl, denn Aschenputtels Stiefschwestern waren gar zu böse zu ihr. „Die sind ja richtig zickig“, schimpfte der siebenjährige Niila, und Jamie, ein Jahr älter, bestätigte: „Die waren fies zu Aschenputtel“. Aber Zoe stellte immerhin fest, dass die beiden Mädchen hübsche Kleider trugen.

Da hatten sie allerdings Aschenputtel (Sarah Kluge) noch nicht in ihrer Ballgarderobe gesehen, in der sie zum Ärger von Stiefmutter und Stiefschwestern Prinz Julians Herz eroberte.

Die Kinder fanden das gerecht, denn Aschenputtel wurde zu Hause auch allzu schlecht behandelt und musste unentwegt arbeiten, während sich die beiden dummen, faulen und eingebildeten Stiefschwestern über sie lustig machten.

„Nicht wieder dieses Linsenspiel!“ bat Aschenputtel, als ihre Stiefmutter mutwillig Linsen in die Ofenasche schüttete. Wenn sie diese innerhalb kürzester Frist wieder aussortiert hätte, dürfe sie auch mit zum Fest im Schloss, versprach sie.

Allerdings hatte die hinterhältige Stiefmutter Arabella von Hohenstein die Rechnung ohne die beiden Tauben gemacht, die diese Aufgabe nach dem bekannten Muster „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen“ blitzschnell lösten. Als die Stiefmutter dann ihr Versprechen nicht hielt und Aschenputtel trotzdem zu Haus bleiben musste, war die Empörung bei den Kindern groß.

Am Grab von Aschenputtels Mutter wurde es echt märchenhaft: Sie bekam ein wunderschönes Kleid mit dazu passenden Schuhen und verzauberte beim königlichen Ball den Prinzen, während die Stiefschwestern zum Vergnügen der Kinder vor Eifersucht fast platzten. Ihre Tänze mit dem Prinzen glichen unbeholfenen Zweikämpfen, während Aschenputtel mit Prinz Julian über das Parkett schwebte.

Nachdem die beiden später zu „Königlichen Amtstauben“ beförderten Tauben auch den Betrug mit dem Schuh aufgedeckt hatten, stand einem Happy End nichts mehr im Wege.

Die Kinder waren begeistert, sie engagierten sich für Aschenputtel, schimpften über Stiefmutter und Stiefschwestern und freuten sich, wenn König Leo der 27. wieder nicht den richtigen Namen der Stiefmutter wusste.

Dem „Weyher Theater“ ist mit „Aschenputtel“ in der Vorweihnachtszeit erneut eine wunderschöne Märchenaufführung gelungen. Darsteller, die ihre Rollen mit viel Hingabe verkörperten, herrliche Kostüme, einfühlsame Songs und freche Texte, die auch Erwachsene schmunzeln ließen, sorgen dafür, dass die Reihe der erfolgreichen Weihnachtsmärchen fortgesetzt wird.

• Das Märchen ist noch bis Heiligabend zu sehen. Eine spezielle Aufführung für Leser der Kreiszeitung geht am Freitag, 4. Dezember, um 16 Uhr über die Bühne.

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