Wechsel an der Spitze der Sudweyher Feuerwehr

Leitungsduo Wittrock/Meyer gibt nach 18 Jahren Fäden aus der Hand

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Folkart Wittrock und Hugo Meyer kandidierten nach 18 Jahren nicht wieder für die Posten als Ortsbrandmeister und Stellvertreter in der Feuerwehr Sudweyhe und gratulierten ihren Nachfolgern Torben Clausen und Axel Meyer (v.l.).

Sudweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Nach 18 Dienstjahren als Sudweyher Ortsbrandmeister haben Folkart Wittrock und sein Stellvertreter Hugo Meyer nicht wieder für eine neue Amtszeit kandidiert. Damit machten sie den Weg frei für das neue Leitungsteam Torben Clausen und dessen Vize Axel Meyer.

Lange Amtszeiten seien eine „gute Tradition“, meinte Wittrock, er sei seit Bestehen der Wehr erst der achte Ortsbrandmeister gewesen. Zwar endet die offizielle Dienstzeit erst am 31. Oktober, doch die inoffizielle Amtsübergabe werde schon in Kürze vollzogen, sagte Wittrock.

Die Aktiven seien 2015 mit 43 Einsätzen „gut beschäftigt“ gewesen. Allerdings verzeichnete er in seinem Jahresrückblick auch 17 Fehlalarme, die rund 200 unnötige Dienststunden zur Folge hatten. Als aktivstes Mitglied wurde Dennis Jacob ausgezeichnet, der an 52 von 54 Übungsdiensten teilgenommen hatte.

Gemeindebrandmeister Norbert Warnke (l.), Ortsbrandmeister Folkart Wittrock (daneben), Bürgermeister Andreas Bovenschulte (4.v.l.) und Rainer Zottmann (6.v.l.) mit den Gewählten, Beförderten und Geehrten der Feuerwehr Sudweyhe (v.l.): Werner Knief, Arne Bäker, Dennis Jacob, Torben Clausen, Bastian Wittrock, Axel Meyer und Kai Sengstake.

Wittrock freute sich, dass es in Sudweyhe eine Kinderfeuerwehr gibt, aus der die zwei ersten Mitglieder in die Jugendfeuerwehr gewechselt sind. Von dort wiederum stießen in Philipp Altenau, Erik Hiersig, Stephan Giesecke und Max Zweck vier junge Leute in den aktiven Dienst vor, wie Jugendwart Bastian Wittrock berichtete. Wie wichtig diese beiden Nachwuchsgruppen sind, bewies auch eine Übersicht des Ortsbrandmeisters, denn nur acht der gegenwärtig 44 Aktiven kamen nicht aus den eigenen Reihen: „Ohne unsere Jugendfeuerwehr wäre das hier heute eine ziemlich einsame Veranstaltung“, sagte Wittrock.

Und wie wichtig wiederum generell die freiwilligen Feuerwehren sind, bestätigte Dr. Heiner Wendt, in dessen Haus die Feuerwehr einen Wohnungsbrand gelöscht hatte. „Ihr habt wie die Profis gearbeitet und einen großen Schaden verhindert. Vielen, vielen Dank dafür“, lobte er die Sudweyher Brandschützer.

Folkart Wittrock bedankte sich bei Rat und Verwaltung, kritisierte aber die Entwicklung des Wohnungsbaus im Ortsteil. „Wenn die Entwicklung der Wohnbebauung früher erfolgt wäre, dann wäre nicht dieser Druck mit entsprechend hohen Grundstückspreisen entstanden, die nur Investoren bezahlen können und für Familien mit Kindern, wie wir sie in Sudweyhe brauchen, nicht attraktiv sind.“ Wittrock bedankte sich bei der Versammlung, „dass ihr mich so lange ertragen habt“.

Auch Hugo Meyer bedankte sich und wandte sich speziell an Walter Nottbusch, dessen Führungsstil er als junger Feuerwehrmann erlebt und seine Arbeit in der Organisation geprägt hat.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte sprach von einer beeindruckenden Zahl von Einsätzen, „gewohnt professionell“ abgearbeitet. Grundlage dafür seien motivierte Feuerwehrleute und eine hervorragende Ausbildung. Die Gemeinde habe dafür die Rahmenbedingungen geschaffen. Dabei hob er den Weyher Standard in der Fahrzeugbeschaffung hervor: Durchschnittlich seien die Löschfahrzeuge in Deutschland fast 17 Jahre lang im Einsatz. In Weyhe würden sie nach zehn bis elf Jahren ausgetauscht. „Das ist dramatisch weniger, es kostet aber auch entsprechend viel Geld“, sagte der Verwaltungschef. Er lobte die angenehme Form der Zusammenarbeit, die fachliche Souveränität und menschliche Qualität des scheidenden Führungsduos. Folkart Wittrock sei der „politischste Ortsbrandmeister“, mit dem er gern zusammengearbeitet habe. „Du hast nicht nur die Feuerwehr gesehen, sondern auch über den Tellerrand geblickt.“

Auch der Fachausschuss- Vorsitzende Rainer Zottmann lobte: „Ihr könnt stolz auf das sein, was ihr in den 18 Jahren Amtszeit geschafft habt.“

Der Gemeindebrandmeister Norbert Warnke gratulierte ebenfalls und beförderte und ehrte mehrere Mitglieder.

Personalien:

Wahlen: Ortsbrandmeister Torben Clausen; stellvertretender Ortsbrandmeister Axel Meyer.

Beförderungen: Arne Bäker und Dennis Jacob zu Oberfeuerwehrmännern; Bastian Wittrock zum Löschmeister und Kai Sengstake zum Hauptlöschmeister.

Ehrung: Werner Knief für 40-jährige Mitgliedschaft.

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