Mitten in den Sommerferien

Freibad Weyhe bleibt dicht: Leck gibt Rätsel auf

Markus Kuske im Technik-Keller des Freibads: Links befinden sich mehrere Schieber. Der größte Schieber regelt die Wasserzufuhr der defekten Hauptleitung.
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Markus Kuske im Technik-Keller des Freibads: Links befinden sich mehrere Schieber. Der größte Schieber regelt die Wasserzufuhr der defekten Hauptleitung.

Nach einem Schaden an der Hauptwasserleitung bleibt das Freibad weiter geschlossen: Mit Hochdruck arbeitet das Team daran, das Rätsel um das Leck zu lösen. Am Donnerstag war nicht einmal klar, wo genau sich die schadhafte Stelle befindet. Die Gemeinde erklärt, weshalb die Suche so aufwendig ist.

Weyhe – Wann kann das Freibad wieder öffnen? Eine Antwort auf diese Frage hat die Gemeinde bis Donnerstagmittag nicht geben können. Denn die Ursache des Wasserschadens, der am Dienstag vor einer Woche entdeckt worden war, ist noch immer nicht gefunden. Bürgermeister Frank Seidel versichert dass „alle mit Hochdruck dran arbeiten“, das Problem zu lösen.

„Es ist Ferienzeit, das Wetter ist Bombe“, sagt er. Das erhöht den Druck. Viele machen Urlaub vor der Haustür, ergänzt Gemeindesprecher Sebastian Kelm.

Wasserfläche kein Rest von einem Schauer, sondern von einem Leck

Was war geschehen? Dienstag vor einer Woche um halb sechs: Vor einer Seitenwand des DLRG-Heims entdeckt Markus Kuske, Leiter des Freibadteams, eine sehr große Wasserfläche. Wie sich schnell herausstellt, kein Rest von einem ordentlichen Regenschauer. Kuske bemerkt, dass Wasser aus dem Boden hochsprudelt. Im Technikkeller schließt er mehrere Ventile. Er kommt zu dem Schluss: Es muss ein Leck in der Hauptwasserleitung sein. Die speist sowohl die Freibadanlage als auch die Cafeteria. Außerdem ist von dieser Wasserzufuhr ein wichtiges Sicherheitssystem für die Chlorgas-Anlage betroffen.

An der Bohrmaschine: Handwerker Manfred Seeger.

Wie Kuske erläutert, befinden sich sechs Flaschen mit jeweils 65 Kiloramm Chlorgas in jener Anlage. Diese gebe exakt dosiert die richtige Menge an Chlor in die Becken. Sollte aber einmal ein Ventil undicht werden, würde ein Warnsystem anspringen. Damit ausgeschlossen werden kann, dass kein Chlorgas entweicht, sei eine Frischwasserzufuhr notwendig. Weil dieses Sicherheitssystem nicht mehr greife, sei das Bad gesperrt. Um die Wasserqualität aufrecht zu erhalten, würde das Freibadteam Chlorgranulat in die Becken werfen.

Schwierige Ortung des Wasserschadens

Die Ortung des Schadens indes stellt sich als sehr schwierig heraus. Selbst am Donnerstagmittag war noch nicht klar, wo sich die exakte Schadensstelle befindet. Fest steht laut Kuske nur, dass ein Kunststoffrohr von einem Durchmesser von 100 Millimetern eine Materialermüdung hat. Die Gemeinde hatte eine Kamera gleich zweimal durch die betroffene Leitung geschickt. Deshalb vermutet die Gemeinde, dass das Leck nicht auf einer Geraden, sondern in einem Rundbogen befindet. Und das Rohr sei ausgerechnet unter dem DLRG-Vereinsheim. Als vor mehr als vier Jahrzehnten das Bad gebaut worden war, gab es noch keinen Anbau für die Rettungsschwimmer.

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Ein einige Zentimeter mächtiges Betonfundament musste aufgeschnitten werden. Dazu hatte die Gemeinde eine Fachfirma beauftragt, die Spezialwerkzeug mitgebracht hat. Der Bauhof der Gemeinde habe solche Werkzeuge nicht, erklärt der Bürgermeister. Und es würde sich aus Kostengründen nicht lohnen, solche Spezialwerkzeuge vorzuhalten.

Spezialfirma schneidet Betonfundament von DLRG-Vereinsheim auf

Noch bevor die Bodenarbeiten gestartet sind, wurde das DLRG-Heim ausgeräumt. Der Tagungsbereich wurde mit einer Folie abgetrennt, um den Staub vom übrigen Raum fernzuhalten. In den Boden wurde etwa auf einer Fläche von mehr als einem Quadratmeter ein Loch ausgeschnitten. Wie sich dann herausstellte, muss das Fundament an einer anderen Stelle herausgeschnitten werden. Das war bis Donnerstagmittag noch nicht geschehen.

Bürgermeister Frank Seidel und die zuständige Rathaus-Mitarbeiterin Susanna Clottey hoffen, so schnell wie möglich Klarheit zu bekommen. Erst wenn die Schadstelle freigelegt ist, könne ein Klempner mit der Reparatur beginnen. Über Umfang und Dauer dieser Arbeiten könne die Gemeinde erst am Freitag Auskunft geben. Die Priorität sei, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben. Kuske glaubt, dass die Reparatur nicht bis zum Wochenende abgeschlossen sei.

Gemeinde sicher: Bad wird noch in dieser Saison wieder öffnen

Die Gemeinde geht davon aus, dass das Bad in dieser Saison noch öffnet. Dieser Schaden würde das Zeltlager der DLRG Mitte September nicht ausbremsen. Obgleich die DLRG ihren Raum möglicherweise nicht nutzen könne, könne sie sich darauf verlassen, dass es andere Möglichkeiten gibt. Die Gemeinde könnte die Cafeteria zur Verfügung stellen, so die Freibad-Verantwortlichen. Möglich sei es auch, den Raum des Schwimmvereins zu nutzen.

Von dem Schaden sei nur das Lehrschwimmbecken nicht betroffen: Die Ausbildung dort geht weiter.

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