Waltraud Wittrock ist „Weyherin des Jahres 2014“ / Seniorenzentrum geehrt

Berühmt für Kartoffelsalat

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Die „Weyherin des Jahres 2014“, Waltraud Wittrock (vorn), mit dem Helferteam des Seniorenzentrums.

Weyhe - Von Philipp Köster. Waltraud Wittrock ist „Weyherin des Jahres 2014“. Diesen Titel verlieh ihr gestern Abend Bürgermeister Andreas Bovenschulte während einer Feierstunde im Rathaus. Als „Organisation des Jahres 2014“ hatte die Auswahljury das Seniorenzentrum Weyhe auserkoren.

Mit der Auszeichnung würdigte des Gremium Waltraud Wittrocks jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Kirchweyher Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes. Mit ihrem Namen sind ihr Engagement im Küchendienst, die Organisation der vier jährlichen Blutspendetermine und der Seniorennachmittage im Martha-Schubert-Haus, die Besuche bei rüstigen Geburtstagskindern sowie die Mitarbeit für den Weihnachtswunschbaum verbunden.

Mit dem Seniorenzentrum, das in der Alten Wache beheimatet ist, würdigt die Gemeinde einen besonders umtriebigen Verein, der sich mit zahlreichen Angeboten für die Belange der Bürger über 50 Jahren einsetzt. Bürgermeister Bovenschulte hob in seiner Laudatio nicht nur Waltraud Wittrocks „jahrelanges Arbeiten und Rackern für andere“ – ihren ersten Einsatz bei der Bereitsschaft hatte die fünffache Mutter 1960 bei der 1100-Jahr-Feier Kirchweyhes – hervor. Er richtete den Blick auch auf den Menschen hinter diesem Engagement. So sei sie eine pragmatische und gewitzte Person, die ihre Freiheit liebe, aber auch anderen Freiheit gewähre. Bei aller steten harten Arbeit für andere habe sie auch immer Sinn für die schönen Dinge des Lebens gehabt. Und Waltraut Wittrocks Kartoffelsalat habe eine gewisse Berühmtheit erlangt.

Die Geehrte sagte, es sei ihr früh klar gewesen, dass sie sich für andere Menschen einsetzen wolle. „Deswegen bin ich zum Roten Kreuz gegangen.“ Für Witt-rock ist klar: „Ich mache so weiter wie bisher.“

Das Seniorenzentrum sei aus Weyhe nicht mehr wegzudenken, sagte der Verwaltungschef. Mit vielen Angeboten erfüllten die 68 Helfer das gesellschaftliche Ziel, selbst bestimmt und autonom bis ins hohe Alter zu leben. Stellvertretend für das Seniorenzentrum, das es seit 1999 in der Alten Wache gibt, nahm der Vorsitzende Gerd Göde die Auszeichnung „als besondere Anerkennung“ entgegen. Er bezifferte die seit dem geleistete ehrenamtliche Arbeit auf 75000 Stunden.

Seit 2005 vergibt die Gemeinde nach einem Ratsbeschluss den Titel, seit 2008 auch an Organisationen, damit diese „nicht den Kürzeren gegenüber den Personen ziehen“ (Bovenschulte). Ausgezeichnet werden Kandidaten, die sich über das normale Maß für andere engagieren, sie müssen dabei aber nicht an exponierter Stelle stehen. Für die Wahl hatte die Jury aus 17 Personenvorschlägen und 12 für Organisationen zu entscheiden. Im vergangenen Jahr waren es 23 und 13 gewesen.

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