Gemeinde Weyhe teilt mit, was für Projekte 2021 anstehen

Von Urnen und Kernsanierungen

Noch ist vom neuen Kultur- und Bildungszentrum nicht viel zu sehen: Das soll sich schon in wenigen Wochen ändern.
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Noch ist vom neuen Kultur- und Bildungszentrum nicht viel zu sehen: Das soll sich schon in wenigen Wochen ändern.

Weyhe – In wenigen Tagen ist das Jahr 2020 vorbei, und das neue Jahr beginnt. Die Gemeinde Weyhe möchte im kommenden Jahr einige Projekte angehen. Pressesprecher Sebastian Kelm nennt in einer Mitteilung ein paar von ihnen.

Von einem „Superwahljahr 2021“, wie es einigen Städten und Gemeinden mit gleich fünf Wahlen bevorsteht, möchte Marina Köster für Weyhe nicht sprechen. „Zwei Wahltermine, das ist fast noch moderat“, schätzt die zuständige Organisatorin im Rathaus den Aufwand ein. Dennoch seien die beiden anstehenden, zeitlich sehr dicht beieinanderliegenden Urnengänge schon eine Herausforderung. Schon bald starten die Vorbereitungen, teilt die Gemeinde mit.

Zunächst seien ein neuer Gemeinderat sowie die neuen Mitglieder des Kreistages zu ermitteln, dann sei die künftige Zusammensetzung des Bundestages zu bestimmen.

Kreuze werden am 12. September 2021 auf lokaler Ebene und für den Landkreis gemacht. Für die Wahlperiode vom 1. November 2021 bis zum 31. Oktober 2026 sind Mandate zu vergeben. Ein neuer Bürgermeister wie andernorts wird hingegen nicht gesucht, schließlich ist Frank Seidel dann gerade einmal zwei Jahre im Amt. Diesmal wird es übrigens lediglich einen einzigen Wahlbereich für ganz Weyhe geben und nicht wie bisher zwei. Kandidatinnen und Kandidaten aus allen neun Ortsteilen kann somit unabhängig vom eigenen Wohnort die Stimme gegeben werden.

Der Leester Ortskern wird „kernsaniert“, das lasse sich bereits an vielen Stellen beobachten. Der Bau des Famila-Verbrauchermarktes an der Ladestraße stehe in den Startlöchern. Bereits eifrig gebuddelt werde am Henry-Wetjen-Platz. Zwischen diesen beiden Schwerpunkten im Sanierungsgebiet befindet sich ein dritter Punkt in Leeste, der für das Zentrum eine sprichwörtlich zentrale Rolle einnehmen soll – obwohl derzeit noch nicht viel darauf hindeutet. Gemeint ist der Leisterplatz. Und dieses Projekt, das zuletzt vergleichsweise noch im Hintergrund der Umgestaltungs-Diskussion stand, solle nun langsam mehr nach vorne rücken.

Vorne gelegen ist der Platz ohnehin im Dreieck zwischen Leester Straße, Freiherr-vom-Stein-Straße und Schmaler Weg. Kurzfristig wird dort die ehemalige Gaststätte Amelung weichen müssen. Nach dem neuen Henry-Wetjen-Platz und dem Bahnhofsvorplatz soll dort ein weiterer Dorfplatz mit viel Aufenthaltsqualität entstehen. „Auch bei diesem Ort soll die Umgestaltung erlebbar gemacht werden“, sagt der für den Ortskern Leeste zuständige Stadtplaner Christian Silberhorn. Deshalb sei eine Interimsgestaltung durch die „Weyher Möbel“ denkbar, wie sie aktuell noch auf dem Henry-Wetjen-Platz zu sehen sind.

Was generell mit der Fläche gemacht wird, wie genau sie später einmal aussehen soll, soll sich im kommenden Jahr entscheiden. „Derzeit wird die Durchführung eines kombinierten Architekten- und Investorenwettbewerbs geprüft“, beschreibt Silberhorn die Abfolge der nächsten Schritte. Die Idee: Ein Investor darf das Grundstück für eine geschäftliche Nutzung erwerben, wenn er für die Gemeinde einen zusätzlichen Treffpunkt im Herzen Leestes mit viel Aufenthaltsqualität für Jung und Alt gleich mitbaut. „Ich bin gespannt, was dabei herauskommt“, so Silberhorn.

Ein Vorhaben, das den Fachbereich Bau und Liegenschaften bereits beschäftigt und sicher das ganz Jahr 2021 über beschäftigen wird, ist das derzeit entstehende Kultur- und Bildungszentrum Leeste am Henry-Wetjen-Platz. Im Boden zeichnet sich bereits ab, was dort errichtet wird – und zwar ein insgesamt 5,5 Millionen Euro teures, mit vielen Fördergeldern bedachtes Vorzeigeobjekt mit knapp 1 700 Quadratmetern Nutzfläche für Bücherei, Volkshochschule und Café.

Meike Schriefer, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs, zum Stand der Dinge: „Die Sohle soll noch in diesem Jahr betoniert werden. Ab Januar beginnt das Gebäude sichtbar zu werden.“ Aufträge etwa für Rohbau, Erdarbeiten und Gerüst sind inzwischen vergeben. Es folgen bis zum Frühling die technischen Gewerke wie Elektro, Heizung, Lüftung und Sanitär und die Ausbaugewerke mit Bodenbelägen, Estrich und Türen.

Die Zimmer- und Dacharbeiten beginnen ihr zufolge im Mai, der Endausbau mit Bodenbelägen und Malerarbeiten soll September/Oktober erfolgen und bis Ende 2021/Anfang 2022 müsste alles soweit fertig sein, dass es an die Einrichtung gehen kann, heißt es in der Mitteilung.

Die Eröffnung dieses „für alle Weyher zugänglichen Wohlfühlortes“ ist für Spätsommer 2022 angestrebt. Bis dahin soll das Kultur- und Bildungszentrum aber ganz bestimmt eines haben: einen neuen, weniger sperrigen Namen. Der wird noch gesucht. 163 Ideengeber haben insgesamt 184 unterschiedliche Vorschläge eingereicht, wie der Gebäudekomplex demnächst heißen könnte.

Die Jury, die eine Vorauswahl treffen soll, konnte pandemiebedingt bislang noch nicht tagen. Bald soll aber die angekündigte Online-Umfrage starten.

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