„Race across Germany“

Kai Moorschlatt mit dem Rad nonstop quer durch Deutschland

Kai Moorschlatt checkt sein Rennrad. Für das Rennen hat er ein Ersatzrad dabei. Das transportieren die Freunde des Weyhers in einem Begleitfahrzeug.
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Kai Moorschlatt checkt sein Rennrad. Für das Rennen hat er ein Ersatzrad dabei. Das transportieren die Freunde des Weyhers in einem Begleitfahrzeug.

Kai Moorschlatt ist einer von 70 Radsportlern, die derzeit einmal quer durch Deutschland fahren - fast ohne zu schlafen. Der TV-Kamerareporter sammelt dabei Spenden für die Deutsche Kinderkrebsstiftung und bittet um Unterstützung.

Weyhe – Es ist wohl die bislang größte Herausforderung seines Lebens: Kai Moorschlatt aus Leeste nimmt an einem Radrennen teil und will in weniger als 58 Stunden von Flensburg nach Garmisch fahren. „Das sind rund 1100 Kilometer und 7 500 Höhenmeter“, sagt er. Das bedeutet für ihn, dass er diese Distanz für das „Race across Germany“ fast nonstop zurücklegen muss.

Zum Vergleich: Der Google-Routenplaner gibt für die gleiche Autostrecke ohne Autobahnnutzung eine Zeit von knapp 17 Stunden aus. Den Weg über die Autobahn berechnet Google Maps mit zehn Stunden.

Kai Moorschlatt gehört jetzt einer Gruppe von 70 Radsport-Begeisterten an, die derzeit quer durch Deutschland spurten. Der Weyher ist am Freitagmorgen um 8.44 Uhr in Flensburg am Hafen abgefahren, hat die Rennleitung bestätigt. Er fährt durch die Bundesländer über Kreis- und Landstraßen. „Wir bewegen uns im normalen Straßenverkehr“, sagt der Weyher. Bis zum Harzer Vorland will er Tempo machen, weil er glaubt, danach einen schlechteren Schnitt zu haben. Vom Harz geht es weiter Richtung Thüringen, und im Anschluss die Röhn.

Begegnungen: Kai Moorschlatt fährt auf dem Asphalt der Kreisstraße, der ehemalige Weyher Bürgermeister Edmund Irmer fährt auf dem Geh- und Fahrradweg.

Ob das Rennen gelingt oder nicht, sei eine Kopfsache, sagt er. Er habe sich gut auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Zur Vorbereitung war er schon mal nach Bad Zwischenahn gefahren und umrundete das Zwischenahner Meer. Auch Dümmer-Umrundungen und Anfahrten aus Leeste hatten regelmäßig zu den Trainingseinheiten gehört. Das sei wie beim Marathon-Lauf-Training. Man trainiere nie den ganzen Lauf, sondern nur Abschnitte. Für ihn sei es im Rennen wichtig, einen Rhythmus zu finden. „Wir starten nicht in einem großen Pulk, sondern jeder für sich im Abstand von zwei Minuten. Man sieht die Leute nur, wenn man sie überholt oder man selbst überholt wird.“

Kai Moorschlatt gehört zu den Fahrern, die eine Begleitmannschaft haben. Er und drei Freunde haben in Leeste bei Weymo ein großes Wohnmobil geordert. Das dient als sowohl als rollende Werkstatt als auch als Schlafplatz.

Wobei er eigentlich kaum Schlaf bekommt. „Maximal ein bis zwei Stunden schlafe ich am Stück. In der ersten Nacht versuche ich, nur eine Schlafpause zu machen. Wie die zweite Nacht wird, weiß ich noch nicht.“ Der Leester glaubt aber, dass sein Körper die schlaflose Zeit übersteht. Ein ganz großes Thema sei, wo jeder Teilnehmer sein Geschäft verrichtet. „Dafür gehe ich in unseren Wohnwagen.“ Wildpinkeln während der Fahrt oder auch am Straßenrand sei absolut nicht erlaubt. „Wenn ich einen Schnitt von 25 Kilometern pro Stunde schaffe, bin ich in 44 Stunden am Ziel“, rechnet der Renn-Teilnehmer vor.

Kai Moorschlatt, der für verschiedene Sendeanstalten von ARD über NDR und Welt bis ZDF als TV-Kamerareporter unterwegs ist, war zuletzt 2019 in den USA bei einem ähnlichen Radrennen dabei – in der ehrenamtlichen Mediencrew. „Jetzt wollte ich mich selbst an einem Event versuchen.“

Bei den Vorbereitungen ist ihm eingefallen, das Rennen mit einem Spendenaufruf zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung zu verbinden. „Ich werde den vollen Betrag überweisen“, so Moorschlatt.

Weitere Infos im Internet

https://sponsor.me/KaiMoorschlatt

www.raceacrossgermany.de

Von Sigi Schritt

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