Kiehne-Tecklenburg zeigt Zeichnungen

Fit und vital im Leester Lerchenhof

+
Anneliese Kiehne-Tecklenburg (sitzend) zeigt ihre Zeichnungen in der Seniorenresidenz Lerchenhof.

Leeste - Von Heiner Büntemeyer. Seit einem Jahr lebt Anneliese Kiehne-Tecklenburg, die Autorin mehrerer plattdeutscher Bücher und Lieder, im Leester Altenpflegeheim Lerchenhof der Residenzgruppe. Und weil Anneliese Kiehne-Tecklenburg trotz ihrer 92 Jahre noch nichts von ihrer geistigen Vitalität eingebüßt hat, ist sie eine große Bereicherung für die Einrichtung.

In gemütlicher Runde las sie ihre Geschichten vor, und weil sie auf Platt geschrieben waren, fühlten sich viele Heimbewohner an ihre eigene Jugend und Kindheit erinnert. „Die blühen auf, wenn sie Ihre Geschichten hören“, berichtete der Leiter der sozialen Betreuung in der Einrichtung, Jens-Peter Martens. Ihm hatte die 92-Jährige ihre Bilder und Manuskripte gezeigt. Besonders von den Zeichnungen, die die Autorin zu ihren Geschichten gemalt hatte, war er angetan und hatte spontan beschlossen, aus den Texten und den Bildern eine Ausstellung zu machen.

Anneliese Kiehne-Tecklenburg war von dem Ergebnis begeistert, als diese Ausstellung jetzt mit dem Titel „Döntjes, Biller un Vertellers“ eröffnet wurde. „Es sind Zeitdokumente“, wertete Martens „die klaren, realistischen Zeichnungen, die den Erlebnishorizont der Geschichten bebildern“.

Zur Eröffnung waren nicht nur die Heimbewohner und Mitarbeiter gekommen, sondern auch drei Konfirmanden, die gegenwärtig bei ihr Plattdeutsch lernen wollen, sowie drei ihrer ehemaligen Schüler, die an der Volkshochschule in Varrel an ihren Plattdeutsch-Kursen teilgenommen hatten. Zu ihnen zählte Erika Wranik, ihre allererste Schülerin in Varrel, die spontan mit ihren Mitschülern und Anneliese Kiehne-Tecklenburg „die Nationalhymne unseres Kurses“ anstimmten: „Un denn snackt wi Platt“.

„Dat ick dat noch beleben draff“

Eigentlich habe sie nie Bücher schreiben und Bilder malen wollen, berichtete die gebürtige Barrierin, als aber 1982 die 950-Jahr-Feier der Barrier Kirche begangen wurde, präsentierte sie einem Mitglied des Organisationsteams ihre Geschichten aus ihrer Jugendzeit in Barrien und fühlte sich von ihm ermuntert, ihr erstes Buch mit dem Titel „Barg op, Barg dol, wat weer dat schön!“ herauszugeben.

Drei weitere Bücher und zahlreiche Liederhefte folgten, und die meisten Liedtexte kennt sie noch auswendig. So sang sie spontan solo für ihre Gäste ihr Lied „Keen Land is up de Welt so schön“ und bedankte sich bei allen für die große Überraschung und die schöne Feier. Dass sie sich noch immer ihren liebenswürdigen Humor erhalten hat, zeigte sie mit der augenzwinkernden Feststellung „Dat ick dat noch beleben draff“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Nur für Erwachsene: Urlaub ohne Kinder ist kein Tabu mehr

Nur für Erwachsene: Urlaub ohne Kinder ist kein Tabu mehr

Skifahren in Neuengland: Kleine Berge, große Vielfalt

Skifahren in Neuengland: Kleine Berge, große Vielfalt

Einzelkritik: Nur Pavlenka in guter Form

Einzelkritik: Nur Pavlenka in guter Form

Adventsbasar Oberschule Dörverden

Adventsbasar Oberschule Dörverden

Meistgelesene Artikel

Raucher löst Feuerwehr-Einsatz in Bassum aus

Raucher löst Feuerwehr-Einsatz in Bassum aus

Rat Wagenfeld verabschiedet den Haushalt 2018

Rat Wagenfeld verabschiedet den Haushalt 2018

Begegnung statt „Brexit“

Begegnung statt „Brexit“

Eröffnungsfeier in der neuen Dekra-Station an der Dieselstraße

Eröffnungsfeier in der neuen Dekra-Station an der Dieselstraße

Kommentare