Wirtschaftsförderungsgesellschaft gibt grünes Licht für insgesamt 22 Förderungen

Vier neue Firmen schaffen 28 neue Arbeitsplätze

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Produktion für die Maler-Branche: Die Mitglieder der Wirtschaftsförderungsgesellschaft lassen sich die Technik in der Firma Alfred Schütze in Weyhe erläutern.

Weyhe - Von Anke Seidel. Es war eine gehaltvolle Premiere für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Diepholz: Das Gremium hat in der ersten Sitzung dieses Jahres grünes Licht für insgesamt 22 Förderanträge gegeben.

Das erklärte Günter Klingenberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landkreises, auf Anfrage. Vier Neuansiedlungen sind unter diesen 22 Fällen – allein dadurch entstehen 28 neue Arbeitsplätze. Weitere kommen durch Existenzgründungen und betriebliche Erweiterungen hinzu. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren insgesamt fünf neue Firmen in den Landkreis gekommen.

Ein Beratungsgremium mit Vertretern der Banken im Landkreis Diepholz und Landrat Cord Bockhop an der Spitze prüft die Förderanträge, bevor die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) darüber entscheidet – und das an wechselnden Orten. Denn das Gremium hält engen Kontakt zu den Unternehmen im Landkreis.

Forum für die erste Sitzung des Jahres mit dem WFG-Vorsitzenden Axel Knoerig an der Spitze: das Unternehmen Alfred Schütze Apparatebau in Weyhe. Geschäftsführer Jann Kleemeyer erläuterte den Mitgliedern das Leistungsspektrum des Unternehmens. Und das ist laut Sven Mörker, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, weit gespannt. Zur Produktpalette gehören demnach Automatik-Spritzapparate, Handspritzpistolen sowie Geräte zur Materialausbringung, Instrumente zur Druckregelung und anderes mehr – unverzichtbar in der Maler-Branche.

Als Handelsunternehmen für Malereibedarf war die Firma Schütze 1927 in Jena gegründet worden. Zweites wichtiges Datum in der Unternehmens-Historie: 1951 half Alfred Schütze bei der Gründung des Unternehmens „Weser Apparatebau Walter Lindner“ in Bremen.

Es ist eine besondere Episode der Wirtschaftsgeschichte, die dann folgte: „Da die wirtschaftliche Freiheit und die politische Entwicklung in der damaligen DDR immer weniger Spielraum für unternehmerische Entscheidungen ließ, wurden in den Folgejahren nach und nach Fertigungszeichungen, Maschinen, Werkzeuge und weitere Betriebsausstattung über die Grenze gebracht, um die Produktion mittelfristig komplett nach Bremen zu verlagern“, hieß es dazu. 1959 siedelte das Ehepaar Schütze endgültig nach Bremen um.

Heute hat das Unternehmen 50 Beschäftigte – und produziert in Weyhe: „Mit dem stetigen Wachstum des Unternehmens bestand ein erhöhter Flächenbedarf für Produktions- und Betriebsgebäude“, hieß es dazu. Ideal sei das jetzige, mehr als 10 000 Quadratmeter große Areal, weil dort auch zukünftige Expansionen problemlos realisierbar seien.

In Weyhe erlebten die WFG-Mitglieder also eine Firmen-Entwicklung, deren Wiederholung im Landkreis Diepholz ausdrücklich erwünscht ist.

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