Viele Köstlichkeiten auf dem Marktplatz

Zweites Streetfood-Festival begeistert Gäste mit exotischen Speisen

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Nach Summer in the City lockt das Streetfood-Festival Besucher in die Gute Stube von Weyhe.

Kirchweyhe - Von Maren Jensen. Wenn es auf dem Kirchweyher Marktplatz wieder nach einer Mischung aus Fischbrötchen, spanischen Churros und Flammkuchen riecht, ist es wieder Zeit für das Streetfood-Festival. Am Sonnabend und Sonntag haben erneut zahlreiche Köstlichkeiten-Liebhaber die gute Stube der Wesergemeinde besucht, um von 20 Food-Trucks aus ganz Deutschland zu kosten.

Die Organisatoren des Street-Food-Festivals wählen die Aussteller nach strengen Maßstäben aus. „Ich liebe Curry-Wurst, aber hier soll es schon sehr exklusiv sein, wir sind hier schließlich nicht auf der Kirmes“, sagt Leon Guse aus dem Organisationsteam. Seien es Buritos, Wraps oder asiatische Burger: Rund um den Marktplatz kamen viele auf ihren Geschmack. In diesem Jahr gab es zwar weniger Andrang als noch bei der Premiere im Vorjahr – dafür war das Essen exotischer.

„Meine Freundin und ich konnten uns nie auf das gemeinsame Abendessen einigen“, sagt Oliver Topf aus Hamburg. Er liebt amerikanisches Essen, sie mag es lieber asiatisch. „Deshalb kamen wir auf die Bao Buns“, erzählt er. Die gedämpften, nicht gebackenen Brötchen sind die asiatische Art von Burgern. „Die Menschen, die hierher kommen, sind sehr offen dafür, das gefällt mir“, sagt Topf. Das bestätigt Guse. „Es macht echt Spaß hier, die Leute sind gut drauf“, so der Organisator.

Topf kam deshalb auf die Idee, die Baos in Deutschland stärker bekannt zu machen. Mit dem Wagen „Golden Monkeys“ tourt er aktuell jedes Wochenende durch Norddeutschland. Auch seine Kreation „Crazy Dog“ kommt bei den Besuchern gut an. Die Wurst am Stil im Maisteig sieht auf den ersten Blick aus wie eine frittierte Bockwurst. „Schmeckt aber köstlich“, sagt Besucherin Annika Bruch aus Sudweyhe.

Bei der Hitze war vor allem der Eisstand beliebt. Doch kaum hatten die Besucher ihr Himbeersorbet oder Limonen-Quark-Eis in der Hand, kamen Wespen angeflogen. „Das nervt echt am meisten, so kann man gar nichts Süßes genießen“, bedauert Jörn Meyer aus Kirchweyhe. Auch am Waffelstand gibt es das Problem. Wild fuchteln zwei Frauen, die auch im vergangenen Jahr mit ihren „Bubble Waffeln“ aus Osnabrück angereist waren, über den gerade frisch geschnittenen Erdbeeren mit den Händen. Die beiden verdienen sich ein wenig Geld zum Studium mit der Aushilfe in dem Wagen dazu. „Es ist nur leider wenig los hier“, sagt Diana Driftmeier. „Trotzdem gefällt es uns gut hier. Die anderen Stände anzusehen und so viele neue Dinge zu probieren, ist schon einzigartig“, sagt Natalie Largin. Die Gäste können ihre gerollte Waffel mit verschiedenen Obstsorten, Eis und Süßwaren befüllen lassen und sie anschließend mit diversen Soßen vom Kokosgeschmack bis zur Vanillesoße übergießen. Nach zwei Tagen stundenlangem Stehen und Verteilen werden die beiden Studentinnen erschöpft ins Bett fallen. „Und bestimmt nach Fett riechen“, sagt Largin lachend. Aus Osnabrück ist auch Joshua Luthin mit der „Burger-Biene“ und dem Wrap-Stand „Grüner Max“ angereist. Zwar ist es für ihn das erste Streetfood-Festival in Weyhe, dafür war er über mehrere Wochen bereits auf dem „Summer in the City“-Event der Gemeinde. „Hier ist echt eine nette Atmosphäre“, lobt er.

In der Mitte des Marktplatzes gab es für die jungen Gäste einen Bobby-Car-Parcours. Die achtjährige Mia aus Leeste nimmt direkt den ganzen Platz als ihre Rennstrecke ein. Die Besucher nehmen es mit Humor. „Damit die ganze Energie, die hier gegessen wird, wenigstens bei einer Person wieder richtig verbrannt wird“, sagt Jörn Meyer und deutet auf einer der dutzend handbemalten, hölzernen Wegweiser auf dem Platz mit der Aufschrift: „Cheatday“ – zu Deutsch, der Tag, an dem man schummeln kann, also alles essen darf, was man möchte. Als nächstes will der 34-Jährige einen Eiskaffee probieren, mit dem es sich bei den Temperaturen für ihn besser aushalte, als mit einem warmen Burrito in der Hand, sagt er. „Und dann werde ich mir noch einen von diesen gefrorenen Joghurtbechern holen“.

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