Große Sause auf dem Marktplatz

Viel los an Himmelfahrt – nicht nur für Väter

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Auf dem Marktplatz herrschte im vergangenen Jahr ein stetiges Kommen und Gehen. Weyhes Gastronomen hoffen auch in diesem Jahr auf viele Besucher.

Weyhe - Von Katharina Schmidt. Nicht alle können sich morgen am Feiertag zurücklehnen: Für Mitarbeiter der Gastronomie, Polizisten oder Sanitäter ist der Vatertag erfahrungsgemäß mit viel Arbeit verbunden.

Etliche Gruppen ziehen per Rad oder mit Bollerwagen durch die Gegend – und treffen zum Beispiel ab 10 Uhr auf dem Weyher Marktplatz zusammen. Zum zweiten Mal direkt im Herzen Weyhes dabei ist das Bistro Wessels. Laut Inhaber Klaus Wessels wurde das Angebot am Marktplatz im vergangenen Jahr „sehr positiv angenommen“. Daher sei die Veranstaltung in diesem Jahr noch ein bisschen größer. „Wir haben rund 100 Sitzplätze mehr“, erzählt er.

Mit „Wir“ meint Wessels nicht nur seine Mitarbeiter, sondern auch das italienische Restaurant Dall’Italiano. Die beiden Gastronomiebetriebe arbeiten an Himmelfahrt Hand in Hand. Für dieses Jahr haben sie die Band „Proud Birds“ und „DJ Artur“ gebucht. Bereits 2016 waren sie gemeinsam auf dem Marktplatz am Start. „Da waren mehr als 5 000 Gäste“, schätzt Dall’Italiano-Inhaber Valdet Berisha, besser bekannt unter den Namen Mario. Er weist darauf hin, dass es morgen ein Kinderkarussell und ein Zelt mit Wein und Sekt geben wird. „Wir machen daraus einen Familientag“, bestätigt Klaus Wessels.

Seit Jahren bietet der Leester Restaurantinhaber an Himmelfahrt Veranstaltungen an. Passiert sei nie etwas – dennoch seien bei der Vatertagsfeier ein Sicherheitsdienst und der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor Ort.

Welche Verletzungen die ehrenamtlichen Sanitäter an Tagen wie morgen am häufigsten behandeln müssen, ist laut DRK-Kreisbereitschaftsleiter Andreas Held schwer zu sagen. Das Spektrum reiche von Schnittverletzungen durch Scherben über Hautabschürfungen bis hin zu kleinen Kochenbrüchen. Manchmal komme auch „der ein oder andere, der zu tief ins Glas geschaut hat“.

Sanitäter beobachten weniger Betrunkene

Die Zahl der Fälle, in denen Feiernde bis zum Umfallen Alkohol trinken, sei jedoch in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Laut Held ist es an Feiertagen manchmal schwerer, genügend Helfer zu finden. Irgendwie funktioniere es aber trotzdem immer. „Wir machen das alle mit Spaß und Freude“, sagt er. „Es ist Passion und Berufung.“

Bier und Musik bieten morgen viele Gastronomen an.

Mit Leidenschaft macht auch Hilke Bölling vom Kirchweyher Hof ihren Job. „Das haben wir uns vor vielen Jahren so ausgesucht“, sagt sie über die Tatsache, dass Gastwirte arbeiten, wenn andere feiern. „Uns macht das Spaß“. Im Biergarten und auf dem Parkplatz des Kirchweyher Hofs, wenige Gehminuten vom Marktplatz entfernt, öffnen die Türen um 10 Uhr. Ab 14.30 Uhr spielen die „Bubingas“. Zudem legt „DJ Oberschwester Marcus“ auf.

Der Vatertag ist keinesfalls nur etwas für Väter. „Die Zahl der Männer und Frauen hält sich sogar fast die Waage“, hat Rita Soostmeyer vom Restaurant „RiBecca“ beobachtet. Auch sie erwartet etliche Gäste. Sie schätzt, dass zwölf bis 15 Bierfässer à 50 Liter leer werden. Das Restaurant an der Hauptstraße 90 bietet Musik unter freiem Himmel mit der Gruppe „Pitch Back“ und „DJ Darco“.

Wo Alkohol fließt, gibt es meistens auch für die Polizei etwas zu tun. Himmelfahrt ist laut Polizeisprecher Thomas Gissing ein Tag, „an dem man etwas mehr aufpassen muss“. Personell stocken die Ordnungshüter ihm zufolge daher „minimal auf“. Durch Weyhe führen viel befahrene Strecken. Die Beamten kontrollieren unter anderem, ob Feiernde unter Alkoholeinfluss am Verkehr teilnehmen – vor allem im Bereich der Bundesstraßen. Jede abgelegene Strecke könnten sie laut Gissing aber nicht im Auge behalten.

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