Viel Applaus für „The Rhim shots“

Ein Virtuose auf der Harp im Theaterpub

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Beeindrucken das Publikum im Weyher Theaterpub: „The Rhim shots“.

Weyhe - Von Uwe Goldschmidt. Verwendet der Schlagzeuger einer Band nicht das Fell der Snaredrum, sondern den Rand dieser kleinen Trommel, so heißt dies Rimshot. Das war der Grundstein für die Namensfindung der vierköpfigen Band „The Rhim shots“, heißt ihr Kopf doch fast genauso: Frank Rhim. Am Freitagabend im Theaterpub „Shakespeare‘s“ ließen die Musiker aus Bremen und Umgebung die musikalische Tradition des Chicago Blues in der Wesergemeinde wieder auferstehen.

Mit Frank Rihm fand einer der renommiertesten Bluesharp-Spieler Deutschlands den Weg auf die Weyher Bühne. Obwohl der Chicago Blues in Deutschland eher eine Nischenmusik darstellt, war das Konzert des Ausnahmemusikers bestens besucht und die zahlreichen Musikinteressierten zeigten sich von der Ausdauer und Leistung der Formation beeindruckt.

Im Repertoire fanden sich unter anderem Stücke alter amerikanischer Bluesharpgrößen wie „Tell me Mama“ von Little Walter Jacobs oder „Baby, what do you want me to do“ von Jimmy Reed – Stücke aus den 1950er- und 1960er-Jahren, die alle der Tradition des Chicago Blues entstammen. „Dieser Stil ist in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zuge der Abwanderung der verarmten schwarzen Arbeiterbevölkerung aus dem Süden der USA in die Großstädte des mittleren Westens entstanden“, verriet Rihm den Zuhörern.

Der Virtuose auf der Harp brachte ein mit viel Herzblut gespieltes Konzert mit ausgedehnten energiegeladenen Harpattacken auf die Bühne. Der Klang war hart und manchmal aggressiv, wenn er das kleine Instrument an den Mund setzte und es in seiner Hand verschwinden ließ. Etwa 20 dieser Mundharmonikas hatte er in Griffweite vor sich platziert.

Klaus Schnirring saß am Schlagzeug und lieferte einen präzisen Groove. Dazu gesellten sich Wolfgang Fechner mit geradlinigen Läufen am Bass und Rainer Achterholt, der mit zahlreichen solistischen Einlagen an der Gitarre beeindruckte und viel Applaus erntete.

Aber auch im Publikum befanden sich aus der Bluesszene bekannte Musiker, die, wie es auch damals in amerikanischen Bluesclubs üblich war, spontan mitspielten. Darunter auch der Weyher Gert Bastigkeit, der zu später Stunde mit Rihm noch ein paar Titel am Piano zum Besten gab.

Bei jedem Stück offenbarte sich die hohe Güte dieser Blues-Band, die mit ehrlicher und handgemachter Musik keinen Zweifel an Authentizität und Originalität aufkommen ließ. Man merkte den Musikern ihre Spielfreude an.

Ohne Pause reihte sich im Verlauf des Abends ein Stück an das nächste, so dass die Musiker einige Schweißtropfen auf der Bühne verloren haben dürften. Dieser Energie und Ausdauer zollten auch die Weyher Bluesfans mit viel Applaus ihren Respekt.

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