Verwaltungschef Andreas Bovenschulte stellt sich Fragen kritischer Bürger aus Ahausen

Schulbusverkehr: Kritik an der Abwicklung

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Der Standort dieser Behelfshaltestelle sei für den Schulbus falsch, sagen Ahauser.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Ahausen ist der kleinste Ortsteil der Wesergemeinde. Da es jedoch dort kein Gemeinschaftshaus oder ein anderes öffentliches Gebäude gibt, haben sich Bürger am Dienstagabend in Sudweyhe auf Smokey Island auf dem Wieltsee mit dem Bürgermeister Andreas Bovenschulte zum Gespräch getroffen.

Das Fehlen einer gemeinschaftstiftenden Einrichtung haben die Ahauser kritisiert. Der Tierarzt Dr. Jens Oetjen skizzierte die Geschichte des Ortsteils. In dem landwirtschaftlich geprägten Gebiet hatte es sogar einmal eine der ersten Schulen im Altkreis Hoya gegeben, selbst eine kleine Feuerwehr und eine Gastwirtschaft – das ist jedoch Vergangenheit. Immerhin stimme die Lebensqualität, versicherten Zuhörer. Doch das heißt nicht, dass es keine Probleme gibt.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Ina Pundsack-Bleith hören den Ahauser Bürgern zu.

Die Ahauser kritisierten unter anderem die Abwicklung des Schulbusverkehrs. Dem Bürgermeister, seiner Vertreterin Ina Pundsack-Bleith sowie Baudirektor Steffen Nadrowski und Udo Petersohn vom Fachbereich Ordnung und Soziales schilderte ein 16-Jähriger die aus seiner Sicht dramatischen Zustände: Die Schüler stehen an der Landesstraße im Einmündungsbereich der Ahauser Straße und warten auf den Schulbus. Die Fahrer lassen die Kinder dort nicht rechtens ein- und aussteigen, sagt der Schüler. Außerdem habe das Wartehäuschen einen falschen Standort. „Es sind mindestens 20 Kinder“, schallt es aus den Reihen der rund 30 Zuhörer. Das sei „hochgradig gefährlich“, kommentierte ein anderer Bürger. Er möchte sich die Folgen nicht vorstellen, wenn dann ein Autofahrer aus Richtung Riede auf die Ahauser Straße biegen will. Ðoch damit nicht genug. Ein weiteres Problem bilde die Überfüllung der Busse. Im vergangenen Winter hätten die Kinder beim Fahrer bis zum Tritt gestanden, sagte der 16-Jährige. Besorgte Eltern hätten daraufhin Polizei und Landkreis informiert, geschehen sei nichts. Andreas Bovenschulte versprach, zu diesem Thema eine Stellungnahme vom Landkreis einzuholen.

Die Geschwindigkeit von einzelnen Motorradfahrern, die Richtung Schwarme rasen, ist den Bewohnern ebenfalls ein Dorn im Auge. Ahauser sehen auch bei diesem Thema Handlungsbedarf. Sie monierten, dass die Polizei die Raser nur durch Messungen mit der Laser-Pistole, nicht aber durchs Blitzen erfassen. Bovenschulte erwiderte, dass jahrelang nur ein Blitzwagen unterwegs war. „Die Kapazitäten werden erhöht“, versprach er. Die Geschwindigkeitsüberprüfungen nehmen im kommenden Jahr zu, kündigte der Bürgermeister an. „Ob alle erfreut sind, dass mehr geblitzt wird, wird sich zeigen.“

Außerdem wünschen sich die Ahauser, dass der Bürgerbus ein- oder zweimal in der Woche ihren Ortsteil anfährt. Das sah Bovenschulte skeptisch, weil es eine enorme Herausforderung sei, eine Linie zu verändern.

Beim Thema Straßen hat Bauamtsleiter Steffen Steffen Nadrowski fleißig mitgeschrieben. Seit der Erneuerung einiger Wege nach dem Bau der Gasleitung seien „Gullydeckel voll“, der Straßenbelag habe sich gesetzt und platze auf. Ein weiteres Ärgernis bilde der Randstreifen einiger Straßen. Anwohner baten die Gemeinde, ihn abzuschieben und mit Schotter zu versehen, damit Wasser bei Regen besser in den Seitenraum fließen kann. Damit sei es nicht getan, sagte der Verwaltungschef. Als Lösung schlägt er vor, die maroden Straßen in einen modernen Zustand zu versetzen – doch dann müssten sich die Anwohner auch an der Finanzierung beteiligen.

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