Verwaltung kann allen Kindern mit Rechtsanspruch Kitaplatz anbieten

Wo Elternwünsche in Erfüllung gehen

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Eröffnung des Anbaus an der Kita Dreye. Archivfoto: Ehlers

Weyhe - Von Philipp Köster. Anders als die Gemeinde Stuhr kann Weyhe im kommenden Kitajahr allen Eltern einen Platz für ihr Kind in Krippen und Kindergärten anbieten.

Das ist das Fazit eines Sachstandsberichts, den Katharina Hebecker vom Fachbereich Bildung und Freizeit dem Fachausschuss am Dienstagabend gegeben hat.

Entsprechend zufrieden zeigte sich das Gremium mit der Arbeit der Verwaltung, die mit den Zahlen nach Ende der Anmeldefrist am 15. Februar operieren konnte. „Ein Drittel der Plätze wird neu belegt. Die Vergabe muss wunderbar gelaufen sein“, lobte stellvertretend SPD-Fraktionschef Frank Seidel die Mitarbeiter des Fachbereichs.

Gleichwohl gibt es einen Überhang an Kindern. Das liegt daran, dass diese Sprösslinge erst im Laufe des Kindergartenjahres einen Rechtsanspruch auf eine Unterbringung in den Einrichtungen haben. Es besteht also ein Unterschied zwischen Neuanmeldungen und Neuaufnahmen (siehe Tabelle). „Wir gehen davon aus, dass wir den Wunschplatz vergeben können und haben mit den Eltern über Lösungen gesprochen“, sagte Hebecker auf Nachfrage von Annika Bruck (Grüne).

Stichwort Wunschplatz: Im Vorfeld der Erhebung sah es laut der Verwaltungsmitarbeiterin so aus, dass es in Erichshof einen Überlauf geben, also die Nachfrage deutlich größer als das Angebot sein würde. Schon 2015 mussten Kinder „umverteilt“ werden. Doch jetzt hat sich die Situation kurzfristig entspannt und das Rathaus kann vielen Weyher Eltern den Wunschplatz anbieten.

Zudem gibt es Plätze, die erst 2017 geschaffen werden, so in der Kita des Roten Kreuzes am Drohmweg, in Melchiorshausen und im Haus der Krippenkinder.

Ob die Gemeinde auch an Nachmittagsgruppen denke, um der Nachfrage gerecht zu werden, wollte Bruck wissen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte, er halte Nachmittagsgruppen nicht für geeignet. Zudem sei es schwierig, dafür Fachpersonal zu bekommen. Vielmehr könnte es zu weiteren baulichen Aktivitäten kommen, konkrete Planungen gebe es nicht. „Wir können den Bedarf noch decken, es gibt aber interne Diskussionen über den Ausbau“, erklärte der Verwaltungschef.

Der Ausschuss für Schule, Kindertagesstätten und Jugend gab außerdem kleineren Satzungsänderungen seinen Segen, die der kommissarische Fachbereichsleiter Fabian von Weyhe vorgestellt hatte. Fortan wird die Gebührenpflicht aufgrund einer Änderung des Betreuungsangebots mit dem Tag der Änderung wirksam und nicht mehr wie bisher mit dem Folgemonat. Darüber hinaus gibt es künftig nur noch dann einen Notdienst in den Sommerschließzeiten, wenn durchschnittlich zehn Kinder pro Tag angemeldet sind. „Wenn es 9,8 sind, wird es trotzdem einen Notdienst geben“, sagte Bovenschulte. Schließlich gilt ab dem Sommer eine neue Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende. Stand heute könnten die Eltern auch am 1. eines Monats kündigen und das Kind schon einen Tag später aus der Einrichtung nehmen, ohne bezahlen zu müssen. „Das nimmt uns die Möglichkeit, schnell zu reagieren und einem Nachrücker zu einem Platz zu verhelfen“, sagte Fabian von Weyhe. Der Rat befasst sich am 22. Juni mit den Satzungsänderungen.

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