Finanzcenter bleibt an der Bahnhofstraße

Verteilzentrum für Briefe und Pakete zieht in den Bruch

+
Im Herbst will die Deutsche Post die Fläche beziehen, die zwischen dem Verwaltungsgebäude der Weyher Entsorgung an der Straße „Im Bruch“ und deren Betriebsgelände an den Bahnschienen liegt.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Die Tage des Verteilzentrums für Briefe und Pakete der Deutschen Post in der Nähe des Weyher Marktplatzes sind gezählt. Der Konzern hat die Räume gekündigt und will nach Informationen der Kreiszeitung eine neue Logistikzentrale umziehen, die an der Straße „Im Bruch“ liegt. Für Kunden des Postbank-Finanzcenters (Bahnhofstraße) ändert sich nichts.

„Wir hoffen, die neue Immobilie im Laufe des Oktobers zu beziehen“, sagt auf Anfrage Postsprecherin Maike Wintjen. Ein Projektentwickler aus Vechta ist für die Errichtung des Gebäudes verantwortlich, bestätigt Wirtschaftsförderer Dennis Sander.

Die Gemeinde hatte das etwa 8000 Quadratmeter große Grundstück erst Ende des vergangenen Jahres verkauft. Eine entsprechende Anfrage hatte aber die Verwaltung der Wesergemeinde bereits zu einer Zeit erreicht, als der Wirtschaftsförderer nicht Dennis Sander, sondern noch Dieter Helms hieß. Sander sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Der Investor bekomme sogar die Möglichkeit, das Gebäude zu erweitern, sollte die Post es wünschen.

Diese Immobilie ist für die Post zu klein: Hier arbeiten 50 Mitarbeiter.

Der Verwaltung gefiel die Idee, die Post aus der Enge des Marktplatzumfeldes zu befreien und dort sowohl den Verkehr mit den Zustellautos und die damit verbundene Lärmemission herauszulösen. „Fahrzeuge müssen sich künftig nicht mehr über die Bahnhofstraße wühlen“, sagt der Wirtschaftsförderer. Vom Bruch aus könnten die Autos über die Kreuzung an der Hauptstraße schnell Richtung Leeste, Lahausen sowie Richtung Sud- und Kirchweyhe und über die Moordammbrücke Richtung Dreye ausschwärmen, sieht der Wirtschaftsförderer verkehrliche Vorteile.

Das Gelände wird laut Sander nicht komplett bebaut. Das neue Gebäude entsteht auf einer Fläche von etwa 900 Quadratmetern, so Sander. Im Vergleich zur alten Immobilie vergrößert sich die Post merklich. Auch die Zusteller freuen sich: Vier der derzeit 50 Mitarbeiter, die Pakete in Bremen in Empfang nehmen, müssen ihre Touren nicht in der Hansestadt beginnen, sondern können künftig vom Weyher Bruch aus operieren.

E-Streetscooter aus Aachen

Wie Postsprecher Jens-Uwe Hogardt ergänzt, plant das Unternehmen, die schrittweise Umstellung ihrer Flotte auf E-Fahrzeuge. Die stellt der Konzern mit seinem Werk in Aachen selbst her. Derzeit gibt es 3 000 Elektro-Streetscooter in Deutschland, mit denen Pakete und Briefe befördert werden. Der Konzern will auch welche in Weyhe einsetzen.

Ob die ersten drei bis vier Streetscooter bereits im Oktober vom Weyher Hof rollen, vermochten weder Maike Wintjen noch Hogardt zu bestätigen. „Es werden zumindest die ersten Ladestationen eingerichtet“, so der Postsprecher. Insgesamt 50 Mitarbeiter sorgen mit dem Fuhrpark dafür, dass die Briefe und Pakete ihre Empfänger in der Wesergemeinde erreichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Eiskalt oder scharf: Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen

Kaktusfeigen richtig öffnen

Kaktusfeigen richtig öffnen

VW Tiguan Allspace im Test: Wegen des Erfolgs verlängert

VW Tiguan Allspace im Test: Wegen des Erfolgs verlängert

Meistgelesene Artikel

Lkw kippt um: B69 gesperrt

Lkw kippt um: B69 gesperrt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

Barnstorfer Ballon-Fahrer-Festival: Happy End am Himmelszelt

AfD: Erfolg vor Verwaltungsgericht

AfD: Erfolg vor Verwaltungsgericht

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

Rettungshubschrauber im Einsatz: Radfahrer von Auto erfasst

Kommentare