Weyhe bekommt erste Berufsschule

„Vermittlungsquote liegt bei 100 Prozent“

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Stellen die Pläne vor: Investor Peter Flügge, Viona Dropmann und Steffen Nadrowski aus dem zuständigen Fachbereich, Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Georg Hövemann und Gabriele Stahlberg.

Leeste - Von Sigi Schritt. Die Ludwig-Fresenius-Schulen wollen in Weyhe eine Berufsschule für Physio-, Ergotherapie und Altenpflege errichten (wir berichteten) und ihren Standort in Delmenhorst aufgeben. Pläne dazu haben Bezirksleiter Georg Hövemann und Prokuristin Gabriele Stahlberg zusammen mit dem Investor Peter Flügge im Rathaus vorgestellt.

Die neue Schule startet im Oktober zunächst in den oberen Räumen des Rudolf-Virchow-Hauses (an der Hauptstraße in Leeste) mit einer Physiotherapie-Klasse von 25 Schülern. Hinter diesem Gebäude will der Investor für die Berufsschule ein zweigeschossiges Gebäude errichten, das eine Nutzfläche von 900 Quadratmetern bekommen soll. Dort sollen ein Jahr später die alten und neue Klassen für Altenpflege und Ergotherapie einziehen. Platz ist dann für 200 Schüler sowie deren Lehrer.

Im Vergleich zur Nachbarschaft in Delmenhorst, dort gibt es Baumärkte, ein Lager und einen Reifenmarkt in Schulnähe, passt laut Flügge die Schule ideal in das Umfeld des Ärztezentrums Medicum und des noch zu errichtenden medizinischen Warenhaus samt Hörgeräteakkustik-Zentrale.

Mit mehr als 100 Schulen in 35 Städten unf rund 10.000 Schülern zählen die Ludwig-Fresenius-Schulen nach eigenen Angaben zu den größten privaten Bildungsanbietern in Deutschland. In der Wesergemeinde soll mindestens über zehn Jahre lang medizinisches Personal „nach den neuesten Methoden ausgebildet werden“, so Hövemann.

Vermittlungsquote „bei 100 Prozent“

„Die Vermittlungsquote für die Absolventen liegt bei 100 Prozent“, sagt Gabriele Stahlberg auf Nachfrage. Die Physiotherapeutin sowie studierte Medizinpädagogin und Wirtschaftswissenschaftlerin ergänzt, dass ihr Bildungsträger wisse, was der Markt benötigt – und zwar händeringend.

Die Schüler beschäftigen sich unter anderem mit aktueller Computer- und Cybertechnik. Digitale Lehre sei dort kein Fremdwort.

Obwohl die Berufsschule privat getragen ist, fallen die Kosten für die Pflegeausbildung wegen der staatlichen Unterstützung komplett weg, für die Ergotherapie gebe es eine Unterstützung, sagen Hövemann und Stralberg.

Die Berufsschule möchte sich laut Hövemann in die Gesellschaft einbringen und auch die weiteren Bildungsreinrichtungen mit Wissenstransfer auf den Gebieten Mathe, Physik, Chemie und Biologie ebenso unterstützen wie mit Sachspenden. Da das Einzugsgebiet von Diepholz über Sulingen bis Oldenburg, Cuxhaven und Nienburg reiche, könnten sich Bürgermeister Andreas Bovenschule Wohngemeinschaften speziell für Schülerbedürfnisse vorstellen.

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