Neuer Verbrauchermarkt für Weyhe

Famila in Leeste: Eröffnung noch dieses Jahr geplant

Die ersten Stahlbeton-Stützen auf dem Geländes des Famila-Neubaus sind errichtet: Weitere werden folgen.
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Die ersten Stahlbeton-Stützen sind errichtet: Weitere werden folgen.

Ein neuer Famila-Markt entsteht gerade in Leeste. Die Filiale soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Das Unternehmen will für diesen Standort 50 Mitarbeiter einstellen.

Weyhe – Eine Summe von 12,5 Millionen Euro investiert die Bartels-Langness-Gruppe aus Kiel nach eigenen Angaben in einen Famila-Markt, der derzeit in Leeste errichtet wird. Das Unternehmen plant, den Markt noch vor Weihnachten zu eröffnen. Das bestätigt Unternehmenssprecherin Solveig Hannemann auf Anfrage. Auf einer Verkaufsfläche von 2 300 Quadratmetern sollen Kunden bis zu 40 000 verschiedene Artikel vorfinden.

Möglicherweise treten Verzögerungen ein. Als Grund nennt die Sprecherin sich bereits jetzt sich abzeichnende Probleme bei der Baustoff-Beschaffung: Normale Baustoffe wie Dämmungen, Kunststoffe und Holz seien zwar bestellt und die Aufträge seien alle vergeben, aber ob die Waren tatsächlich zum vereinbarten Termin geliefert würden, das könnten die Auftagnehmer nicht garantieren.

Die Unternehmensgruppe unterhält knapp 90 Märkte. Diesem Netz soll der neue Markt hinzugefügt werden: Seit Februar wird der auf dem ehemaligen Leester GS-Agri-Gelände an der Ladestraße gebaut, sagt die Unternehmenssprecherin. Sie berichtet vom Baufortschritt.

Ein Besuch auf der Baustelle lohnt sich

Wer an der Leester Straße die Schienen der künftigen Straßenbahn-Strecke überquert, sieht, dass Kräne die ersten Stahlbetonstützen aufstellen. Nach den vielen Erdbewegungen der vergangenen Wochen und dem Bau der Fundamente würden zudem die ersten Mauerarbeiten laufen. „Die Handwerker fangen mit den Sozialräumen an“, erklärt die Unternehmenssprecherin. Neben den Räumen für die Mitarbeiter würden auch Besprechungsräume gebaut.

In den nächsten Tagen würden weitere Stahlbetonstützen errichtet. Es lohne sich, oft die Baustelle zu besuchen, denn an jedem Tag würde man an der Leester Großbaustelle etwas Neues entdecken, so Hannemann.

Wenn alle Stützen errichtet sind, was noch mehrere Wochen dauern könnte, dann fangen die Handwerker an, die Fassade zu verkleiden und das Dach abzudichten. Wenn das Gebäude fertig ist, das sei für Ende August oder Anfang September geplant, startet der Innenausbau.

Ladesäule für E-Autos

Parallel dazu beginnen die Parkplatzarbeiten. Es sollen insgesamt 170 Abstellflächen entstehen, die je 2,80 Meter breit sind. „Man kann die Autotüren öffnen, ohne Gefahr zu laufen, mit dem eigenen Wagen den Lack des geparkten Nachbarautos zu zerkratzen.“ Es sei also möglich, dass Familien problemlos ihren Kinderwagen neben die Fahrzeuge stellen können.

Außerdem würden Fahrer von E-Autos mindestens eine Ladesäule ansteuern können. Strom dafür würde gleich auf dem Dach durch eine Fotovoltaik-Anlage produziert.

Führt Famila bei der Eröffnung oder zu einem späteren Zeitpunkt eine Parkplatz-Bewirtschaftung ein, wie es sie bereits auf den Kirchweyher Verbrauchermärkten Aldi- und Rewe gibt? Das sei für den Weyher Standort noch nicht bekannt, so Hannemann. Die Gruppe habe eine Parkzeit-Limitierung an anderen Standorten zwar eingeführt, aber ob das in Leeste relevant werden würde, müsse sich zeigen. Was das bedeutet? Man müsse schauen, ob die Stellplätze der geplanten Park&Ride-Anlage der Gemeinde für den künftigen Straßenbahn-Halt ausreicht oder nicht.

Parallel zu den Arbeiten am Famila-Gebäude startet Mitte Juni nach den Informationen der Pressesprecherin der Ausbau der Ladestraße. Das beinhalte nicht nur das Verlegen von Leitungen, sondern es würde auch die Linksabbiegespur auf der Leester Straße gebaut. Ob zeitgleich auch Leerrohre für einen Glasfaseranschluss mitverlegt würden, oder die Straße zu einem späteren Zeitpunkt aufgerissen werde, sei noch nicht bekannt. Ziel sei es aber, dass Kunden künftig auf ein WLan-Netz zurückgreifen könnten, so die Sprecherin.

Haferkamp zieht ein

Im Eingangsbereich werden Kunden ein Café mit Sitzplätzen im Gebäude und draußen finden. Es stehe bereits fest, welches Bäckerei-Unternehmen dort einzieht. „Haferkamp aus Delmenhorst“, sagt Hannemann. Außerdem ziehe der Kiosk samt Postannahme sowie Toto/Lotto-Annahmestelle von der Leester Straße in das Famila-Gebäude.

Derzeit würden viele Planungen noch im Hintergrund laufen, erklärt die Sprecherin. So stehe es zum Beispiel auch noch nicht fest, wer diesen Markt leiten wird. Fest steht jedoch, dass die Unternehmensgruppe Arbeitsplätze schafft. Die Gruppe will für diesen Standort 50 Mitarbeiter einstellen. Das Bewerbungsverfahren sei dafür längst noch nicht angelaufen. Hannemann rät, immer mal wieder einen Blick auf die Stellenanzeigen dieser Zeitung zu werfen.

Erst, wenn der neue Marktleiter im Dienst sei, werde er sich in der Region, aber auch in den Kreisen Verden und Oldenburg umsehen. Es gehe noch vor Öffnung des Marktes neben der Einstellung von Mitarbeitern auch darum, auszuloten, welche Erzeuger regionale Produkte anbieten und künftig den Markt beliefern wollen.

Im Gegensatz zu bundesweit agierenden Ketten würden im neuen Leester Verbrauchermarkt auch Produkte eine Chance auf einen Platz im Regal bekommen, die nur in einer kleinen Zahl gefertigt würden. „Anbieter können sich bei uns bewerben“, sagt die Unternehmenssprecherin.

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