Ausstellung von Jonas Till Jäschke

Verborgene Welten in der Wassermühle

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Jonas Till Jäschke zeigt seine Bilder noch bis zum 11. Juni in der Wassermühle.

Sudweyhe - Von Angelika Kratz. Winzigen Lebewesen bietet der Fotograf Jonas Till Jäschke momentan in der Sudweyher Wassermühle den ganz großen Auftritt im Scheinwerferlicht. Von der Schönheit, dem Farbenspiel und den detaillierten Strukturen seiner Models haben sich am Sonnabend erfreulich viele Gäste zur Vernissage der Ausstellung „Verborgene Welten“ überzeugt.

Eine besondere Liebe hegt der erst 19-jährige Jäschke zu den Springschwänzen, deren lateinischer Name viel poetischer „Collembola“ lautet. Nur wenige Millimeter groß entwickeln sie ihrem Namen gerecht bei etwaiger Störung enorme Energie und sind oft schneller weg als der Auslöser einer Kamera gedrückt ist.

„Schau mal, das könnte mir gut gefallen“, schwärmte eine Besucherin beim Anblick eines Schwarzstreifen-Taggecko. Der streckte die winzige Zunge fast genüsslich heraus. Ein Glücksmoment für Fotograf Jäschke. Wie Catharina Zogmayer in ihrer Laudatio betonte, sind es besonders die kontrastreichen, farbenfrohen Hintergründe, die Springschwanz und Co. in Szene setzen. Schleimpilze oder winzige Wassertropfen auf einem Blatt mit dem richtigen Licht ergeben bei Jäschke unglaublich schöne Kompositionen voller Liebe zur Natur, die trotz aller Technik einen natürlichen Ursprung behalten.

„Wenn Jonas was interessiert, wird er zum richtigen Lexikon und kennt alle lateinischen Namen und Details“, weiß Zogmayer aus langjähriger Freundschaft zu ihm, die seit einiger Zeit in der noch ganz jungen Mackenstedter Band „FriesenT“ auch musikalisch gepflegt wird. Tamme Reiners (Gitarre und Gesang) sowie Jan Kortkamp (Bass) sorgten zur Ausstellungseröffnung für den musikalischen Background.

Jäschke absolviert, wie Musikkollegin Catharina Zogmayer, ein freiwilliges Jahr in der Gemeinde Weyhe und so entstanden auch die Kontakte zum Kulturbüro.

Nicht nur Fachfrau Hedda Stock war gleich von dem jungen Fotografen und seiner künstlerischen Sicht auf die Natur begeistert. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Söfty strahlte bei ihren Begrüßungsworten in der rappevollen Wassermühle hinsichtlich des jungen Talents.

Erste Schritte mit alter Kamera des Vaters

Mit einer alten Kamera des Vaters begann Jäschkes Faszination für das Fotografieren vor etlichen Jahren, ebenso die für Tiere und Pflanzen. Bis heute bastelt der junge Mann an seinem Kamera-Setup. Da wird schon mal eine Mascarpona-Schale zweckentfremdet und bekommt ohne ihren Inhalt noch eine Aufgabe für Aufnahmen der Kleinstlebewesen im Makrobereich. 

Aber auch den großen Tieren und den Bäumen mit ihrer Magie hat sich Jäschke verschrieben. Die zeigen sich in analoger Schwarz-Weiß-Technik. „Das entwickele ich im eigenen Fotolabor“, erklärte Jäschke.

Zu sehen sind die Verborgenen Welten“ in der Wassermühle noch bis zum 11. Juni. Im Blick ist Jonas Till Jäschke auch darüber hinaus zu behalten.

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