Veranstaltungen in Leeste und Varrel sehr gut besucht

Osterfeuer ziehen Groß und Klein an

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Menschenmassen versammelten sich rund um das Osterfeuer auf Gut Varrel.

Stuhr/Weyhe - Mehrere Tausend Besucher haben am Ostersonntag auf dem Leester Mühlenkampgelände wieder auf den spektakulären Osterräderlauf gewartet, den die Freiwillige Feuerwehr dort veranstaltet hat. Zu einem wahren Besuchermagnet entwickelte sich aber auch das Osterfeuer am Sonntag auf dem abgeernteten Maisfeld hinter der Scheune am Gut Varrel.

Die Besucher standen am Fuße des Mühlenkamp-Hügels hinter rot-weißem Flatterband und etwa 100 Fackeln, die die „Landebahn“ für sieben Feuerräder und die Besucherwiese voneinander trennten. Als gegen 21 Uhr das letzte Licht der untergegangenen Sonne verschwunden war, schoben Detlef Laue und Ewald Taapken das erste Feuerrad in die Startposition. Mit einem Gasbrenner entzündeten sie das Stroh in dem runden Metallkäfig. Dann lösten sie die Bremse, und fauchend und Funken sprühend rollte das Rad den Berg hinab. Schnell hatten die beiden „Heizer“ auf dem Berg die Ideallinie für die Feuerräder gefunden, und so rollten alle sieben nach und nach ins Tal, wo sie zum Stillstand kamen und unter Aufsicht von Feuerwehrmännern allmählich ausbrannten.

Auf dem Abhang hinterließen die brennenden Räder ihre glühenden Spuren aus glimmendem Stroh, und wenn sie ihren Lauf beendet hatten, gab es lauten Beifall, der auch oben auf dem Hügel ankam.

Beifall gab es auch, als nach dem dritten Rad aus dem Dunkel die Leuchtschrift „Frohe Ostern – Feuerwehr Leeste“ aufleuchtete, die trotz des dichten Qualms, der über dem Gelände lag, gut sichtbar war.

Den Schluss des Osterräderlaufs bildete ein wunderschönes Höhenfeuerwerk mit krachenden Explosionen und herrlich leuchtenden bunten Lichterkaskaden.

Osterfeuer in Leeste und Stuhr

Das Osterfeuer in Varrel zählt mittlerweile zu einem der größten in der Region. Bis zu einer Höhe von rund sechs Metern stapelten sich Grünabfall und Schnitt-Gehölz. Um 18.30 Uhr startete das Fest mit dem traditionellen Ostereiersuchen für die jüngsten Besucher. Frank Schröder, erst kürzlich wiedergewählter Vorsitzender des organisierenden Fördervereins, hatte alle Mühe damit zu verhindern, dass sich die zahlreichen Kinder nicht zu früh auf die unter hohen Bäumen auf einer Wiese versteckten Ostereier stürzten.

Als um Punkt 19 Uhr der grüne Stapel mit trockenem Stroh in Brand gesetzt wurde, hatte eine große Menschenmenge einen Halbkreis um den Haufen gebildet. Aufgrund der guten Witterung suchten viele Besucher auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad den Weg zum Feuer und zu den kühlen Getränken.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit schwoll der Besucherstrom mit fröhlich gestimmten Menschen weiter enorm an, so dass auf dem Gelände bald reges Treiben und drangvolle Enge herrschte. An den Verpflegungsständen bildeten sich Warteschlangen. In der Gutsscheune hatten fleißige Helfer Schmalzbrote und belegte Brötchen vorbereitet.

Die „Moordieker Jungs und Deerns“ spielten stimmungsvolle Blasmusik. Wegen des frühen Datums des diesjährigen Osterfestes gab es sogar einen gut frequentierten Glühweinstand im alten Backhaus.

Während Mitglieder des Fördervereins sowie Ortsbrandmeister Rainer Troue von der Freiwilligen Feuerwehr Stuhr mit seinen Leuten die lodernden Flammen im Auge behielten, hatte ein Security-Team für Ordnung auf dem gesamten Gelände zu sorgen. Bis in die Abendstunden herrschte ein reges Kommen und Gehen und alles blieb friedlich.

bt/rjy

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