Vanessa Siemer absolviert Praktikum beim Abgeordneten Axel Knoerig

Melchiorshauserin trifft Politik-Prominenz in Berlin

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Vanessa Siemer (M.) mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und dem CDU-Abgeordneten Axel Knoerig.

Melchiorshausen/Berlin - Von Sigi Schritt. „Wer denkt, dass Politiker kaum was tun, der irrt gewaltig. Das Gegenteil ist richtig: Sie hetzen von einem Termin zum nächsten und arbeiten auch mal länger als zehn Stunden.“ Diesen Eindruck hat zumindest Vanessa Siemer aus Melchiorshausen gewonnen, die als Praktikantin den CDU-Abgeordneten Axel Knoerig fünf Wochen begleitet und dabei auch politische Schwergewichte getroffen hat.

Die 18-jährige Einser-Abiturientin der KGS Leeste hat unter anderem auch eine heisere Bundeskanzlerin Angela Merkel erlebt. Ein besonderes Erlebnis waren die Gespräche mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber. „Sie nahmen sich am Rande einer Sitzung im Fraktionssaal Zeit, mit mir zu plaudern und erkundigten sich nach mir.“

Vanessa Siemer im Gespräch mit CDU-Generalsekretär Peter Tauber.

Aber nicht nur mit den deutschen politischen Schwergewichten brachte Axel Knoerig die Weyherin zusammen, sondern auch mit dem ehemaligen US-Senator von South Carolina, David Beasley. Mit ihm hat sich die Weyherin ebenfalls lange unterhalten. „Wir sprachen über die Flüchtlinge, Nächstenliebe und auch über die Situation vor Ort“, so Siemer. „David Beasley war erst Demokrat und wechselte dann ins republikanische Lager. Er hatte BMW in seinen Staat geholt und in seiner Amtszeit dadurch 50000 Jobs geschaffen“, ergänzt der Bundestagsabgeordnete. Solche Treffen waren Höhepunkte für die 18-Jährige. „Die habe es regelmäßig gegeben“, berichtet Siemer. „Ich hatte das Gefühl, dass ich mich mitten im Zeitgeschehen befinde“, sagt Siemer.

Etwas Besonderes sei auch die Teilnahme als Zuschauerin an der ZDF-Show mit Maybrit Illner gewesen, als es um die Terror-Anschläge in Paris ging. „Die Karten hatte das Bundestagsbüro besorgt.“

Berlin sei als Stadt ohnehin sehr aufregend, aber die politische Arbeit vor und hinter den Kulissen sei es ebenso. Dabei muss es nicht nur um die großen Themen wie die Bewältigung der Flüchtlingskrise und den damit zusammenhängenden Einsatz der Bundeswehr in Syrien gehen. Auch die „kleineren“ Themen sind gefragt. „Ich durfte dem Bundestagsabgeordneten zuarbeiten. Knoerigs (wissenschaftliche) Mitarbeiter haben Siemer ins Team eingegliedert. „Ich half mit, Bürgeranfragen und E-Mails zu beantworten.“

Verschiedene Gesetzesentwürfe hat Siemer ebenfalls durchgelesen. „Dann habe ich ein viele Seiten umfassendes Werk auf das Wesentliche zusammengefasst, so dass Herr Knoerig einen schnellen ersten Überblick gewinnen konnte“, erklärt Siemer. Es sei interessant gewesen zu erleben, wie die wissenschaftliche Mitarbeiter – also auch die der anderen Abgeordneten – an die Themen herangehen und wie sie recherchieren.

„Im Fernsehen sehen die Zuschauer immer nur einen sehr kleinen Ausschnitt. Die vielen kleinen, aber wichtigen Zwischenschritte bleiben ihnen aber verborgen“, sagt Siemer. „Wenn ich künftig die Tagesschau sehe, weiß ich, an welchen Stellen die Minister oder Abgeordnete im Bundestag interviewt werden.“

Aufschlussreich sei auch die Berlin-Reise mit Teilnehmern aus dem Kreis Diepholz gewesen. „Wir besichtigten unter anderem den Kabinettsraum des Kanzleramtes, die niedersächsische Landesvertretung und das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, das in der DDR für seine Foltermethoden bekannt war.“

Mit der Teilnahme an einer für heute geplanten Weihnachtsfeier mit CDU-Mitgliedern aus dem Kreis, mit Knoerigs Büromitarbeitern und mit der taiwanesischen Botschaft endet das Praktikum. „Das Interesse an Politik bleibt.“

Bis zur Aufnahme eines Studiums im nächsten Jahr sollen weitere Praktika folgen. „Ich hatte in der Schule als Leistungskurs das Fach Politik belegt und könnte mir jetzt auch Rechtswissenschaften vorstellen, weil viele Akteure in der Politik einen juristischen Hintergrund haben.“

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