Im alten Rathaus

Urkunden aus der Nazizeit im Abriss-Schutt aufgetaucht

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Leeste - Das Gebäude am Henry-Wetjen-Platz, das einst eine Schule und später die Verwaltung der Gemeinde Leeste beherbergte, hat zumindest einen Teil seiner Geheimnisse preisgegeben.

Im Abriss-Schutt der roten Backsteine ragten Dienstag ein paar Fetzen von Drucksachen im Postkartenformat hervor. Es handelt sich um einige Schriftstücke und Urkunden von Standesämtern, auf denen teilweise rote und violette Briefmarken kleben, die das mit einem Locher durchstoßene Gesicht von Adolf Hitler zeigen. 

Die Vordrucke beschäftigen sich mit Geburten, Hochzeiten und Todesfällen. Beispielsweise gibt das Standesamt Frankfurt den ehemaligen Leester Rathausmitarbeitern Auskunft, dass eine in der späteren Wesergemeinde geborene Frau die erste Ehe geschlossen hat. „Solche Funde gibt es immer wieder“, sagt Gerhard Jodeit, Abbruchunternehmer aus Sottrum. 

Möglicherweise hatten die damaligen Rathausmitarbeiter die Unterlagen zwischen Wänden oder auf dem Dach versteckt. Dann wurden die ausgefüllten und mit Stempeln versehenen Drucksachen vergessen. Ob es noch weitere gibt, ist nicht bekannt. Kurios: Die Mitarbeiter des zuständigen Fachbereichs hatten trotz mehrmaliger Begehung des Gemäuers Urkunden dieser Art nicht finden können, versicherte Stadtplaner Christian Silberhorn auf Anfrage.

sie

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