Mehrere Lehrkräfte verabschiedet

Urgesteine der KGS Leeste treten ab

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Sie freuen sich am Schuljahresende über die Glückwünsche der Kolleginnen und Kollegen aus der KGS Leeste, weil sie, wie Inga Gebel (6. v.l.) ihr Referendariat erfolgreich beendet oder wie Anke Runge (5.v.l.) geheiratet haben oder sich in den Ruhestand verabschieden wie (v.l.): Ursel Schlingmann, Gerd Lange, Harry Buhlmann, Willy Oertel, Irene Meyer-Herbst und Hermann Gräßlin.

Leeste - Von Heiner Büntemeyer. Schon beim Betreten des KGS-Lehrerzimmers war erkennbar, für wen unter den vielen Lehrkräften der letzte Schultag dieses Halbjahres ein ganz besonderer Tag sein würde: Auf ihren Stammplätzen lagen und standen bereits zahlreiche Geschenke. Und es wurden noch viel mehr. Schulleiter Rainer Patzelt hatte zunächst Schwierigkeiten, sich in dem Stimmengewirr Gehör zu verschaffen. Eine laute Glocke hätte ihm dabei vielleicht helfen können, sodass der ehemalige Schulleiter Dirk Tack, der auch zu dieser Feier gekommen war, die Frage stellte: „Gibt es das Glöckchen denn nicht mehr?“

Aber irgendwann drang Patzelt auch ohne „das Glöckchen“ durch und begrüßte Kollegium und Gäste. Es sei schon ein besonderer Tag für die Gesamtschule, wenn gleich mehrere Kollegen in den Ruhestand verabschiedet würden, die zum Teil über Jahrzehnte das Schulleben in der KGS wesentlich mitgestaltet und das Bild der Schule in der Öffentlichkeit mitgeprägt haben.

Einige dieser jetzt pensionierten Kollegen hätten bereits an der Gesamtschule unterrichtet, als die jüngsten Mitglieder des Kollegiums noch nicht einmal geboren waren.

Es seien seine subjektiven Einschätzungen, mit denen er die Lehrkräfte entlassen möchte, gab der Schulleiter zu verstehen, aber die Reaktion der Anwesenden bestätigte, dass er damit den richtigen Ton getroffen hatte. Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen und Schulzweigen bedankten sich bei den scheidenden Pädagogen, brachten Geschenke und Erinnerungen mit und gaben ihnen zahlreiche Tipps für den „Plan B“ nach Beendigung der Schulzeit.

Inga Gebel geht nach Berlin

Verabschiedet wurden auch die Referendarin Inga Gebel, die ihre berufliche Laufbahn in Berlin fortsetzt, und „der relaxte Rentner“ Christian Elßel, der nach der Pensionierung noch wieder als Feuerwehrlehrkraft eingesprungen war.

Auch von Hermann Gräßlin, der „nur“ elf Jahre lang an der KGS unterrichtet hatte, verabschiedete sich das Kollegium.

Seit 1980 war Gerd Lange an der Bildungseinrichtung tätig, wo er zeitweise vertretungsweise als Fachbereichsleiter tätig war. Er gehörte ebenso zu den „Urgesteinen“ wie Irene Meyer-Herbst, die langjährige Beratungslehrerin und Personalrätin. Der Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand lag ein Begleitschreiben bei, auf dem es hieß: „Ruhestand – Zeit für ein Ehrenamt?“ Dieses Begleitschreiben wollte Patzelt am liebsten unter den Tisch fallen lassen und stattdessen die Bereitschaft bekommen, künftig noch wieder als Feuerwehrlehrkraft an der Schule zu arbeiten.

Verabschiedet wurde auch Ursel Schlingmann, die 1979 an der damals noch KGS Weyhe geheißenen Einrichtung begann. Wie Patzelt erklärte, sei ihr die Teamarbeit stets sehr wichtig gewesen. „Diese Absprachen kosten zwar meistens viel Zeit, aber die Ergebnisse überzeugten.“ Dass der von ihr initiierte „Bücherfrühling“ fortgesetzt wird, dafür habe sie selbst noch gesorgt.

Buhlmann von Anfang an dabei

Die Anfänge der KGS Leeste erlebte Harry Buhlmann noch mit, als er 1976 seinen Dienst begann. Als „Allrounder“ bezeichnete Patzelt ihn, der in den Fachbereichen Sport und Musik seinerzeit die Rahmenrichtlinien für die KGS noch mitgestaltet und in der Praxis erprobt hat.

Schließlich wurde auch Willy Oertel verabschiedet, den Patzelt als „Organisationswunder“ charakterisierte, – ein Begriff, den die meisten Kollegen richtig einzuordnen wussten.

Der liebenswürdige Chaot werde eine Lücke hinterlassen, hieß es bei der Laudatio durch die Kollegen. Diese Bresche werde zwar wieder geschlossen, „aber nicht genau so“. In der Schülermitverwaltung habe er unübersehbare Spuren hinterlassen – auch bei ihm selbst, meinte Oertel rückblickend. Eine Schülergruppe verabschiedete sich von ihrem „Ehrengreis“ mit dem Lied „God save our gracious Willy“. Und er bedankte sich in seinem Spezial-Englisch: „Me miss the words“.

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