Uraufführung am 7. November: Das „Theater Pur“ spielt die Kriminalkomödie „Mörderische Gesellschaft“

Ensemble macht aus der Not eine Tugend – und schreibt Drehbuch

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Das „Theater Pur“ feiert am 7. November Premiere mit seinem Stück „Mörderische Gesellschaft“.

Weyhe - Dass besondere Umstände häufig ein unerwartet hohes Maß an Kreativität freisetzen, ist allgemein bekannt. Auch das Ensemble des Theaters „Pur“ hat aus der Not eine Tugend gemacht und selbst ein Drehbuch verfasst. Das Stück heißt „Mörderische Gesellschaft“ und feiert am Sonnabend, 7. November, in der KGS Leeste Premiere.

Bei der Vorbereitung auf die Theatersaison 2015/16 standen Regisseurin Sonja Kattner und ihr Team wie in jedem Jahr vor der Frage, welches Stück gespielt werden sollte. Die Messlatte, die sich das Theater „Pur“ in den vergangenen Jahren selbst gelegt hat, ist hoch. Mit anspruchsvollen Kriminalkomödien begeisterten die Darsteller Jahr um Jahr ihr Publikum.

Das neue Stück musste also die nötige inhaltliche Qualität haben, es musste aber auch hinsichtlich der Besetzung zum Ensemble passen. Allerdings fanden sich keine Drehbücher, die diesen Ansprüchen genügten.

Deshalb entschlossen sich mehrere Theatermitglieder, ein eigenes Drehbuch zu schreiben. Nachdem sie sich auf einen roten Faden für die Handlung geeinigt hatte, begann das Team „Thea Rup“ damit, die speziellen Charaktere der handelnden Personen herauszuarbeiten.

An diesen Charakteren wurde lange gefeilt, die Verantwortlichen zeichneten jede Probe mit dem Laptop auf und veränderten ständig die Texte. Schließlich musste der Spannungsbogen gehalten werden, es ging aber auch darum, den Kriminalfall nach guter „Theater-Pur“-Tradition augenzwinkernd, mit hintergründigem Humor und spannenden Effekten darzustellen.

„Wir bleiben bis zur Premiere unsicher, ob uns das Experiment gelingen wird“, gibt sich „Dr. Rita Filzhut-Bandmann“ alias Margret Hermes zwar noch zurückhaltend, aber dennoch zuversichtlich: „Bei unseren Proben haben wir zeitweise Tränen gelacht.“ Und das wünscht sie auch dem Publikum. Auch der Vorsitzende Christian Haase, der ebenfalls am Drehbuch mitgearbeitet hat, hält das Ergebnis der gemeinsamen Überlegungen für ein „Spitzenstück“.

Das Stück spielt in einer schon lange leer stehenden Pension, die in den 1970er- Jahren ihre Blütezeit erlebte. Hier treffen fünf Menschen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen aufeinander. Schnell erkennen die Besucher, dass die Gäste mit den Allerweltsnamen Meyer, Schulz, Schmidt und Schneider nicht das sind, was sie zu sein vorgeben. Und so entwickelt sich eine Kriminalkomödie voller Täuschungen und Betrügereien, mit vielen Gags und einem überraschenden furiosen Finale.

bt

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