Bravorufe

Ungarische Musiker in der Marienkirche

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Das János Lavotta Kammerorchester aus Ungarn gastiert mit Musik der Klassik und Romantik in der Leester Marienkirche. Flötist János Imre Dombovári zeigt als Solist Beispiele seines Könnens.

Leeste - Von Rainer Jysch. Das ungarische Kammerorchester János Lavotta unter der Leitung seines Gründers János Dombouvari hat am Donnerstagabend im Rahmen eines Freundschaftskonzertes in der Leester Marienkirche gastiert. Musiker und Solisten begeisterten die Zuhörer im gut besuchten Gotteshaus mit Stücken aus Klassik und Romantik.

Kantor Sören Tesch sowie der Leiter des Orchesters „Klassische Philharmonie NordWest“, Ulrich Semrau, hatten die Einladung des ungarischen Ensembles organisiert. „Vor einem Jahr waren wir von der Klassischen Philharmonie mit einem Kammerorchester auf Tournee, zunächst in Polen und dann in Ungarn“, erläuterte Ulrich Semrau das Zustandekommen dieser Veranstaltung. „Wir waren zu Gast in der Heimat des János Lavotta-Orchesters, wurden dort sehr herzlich aufgenommen und freuen uns über den Gegenbesuch.“

Die Musiker stammen aus dem ungarischen Ort Sátoraljaújhely, ganz im Osten des Landes, unmittelbar an der Grenze zur Slowakei, rund 1250 Straßenkilometer von Leeste entfernt.

Das vor 30 Jahren gegründete Orchester hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die aus der ungarischen Romantik entstandene Musik zu pflegen und populär zu machen, wie es ein Ensemblemitglied erläuterte. „Ohne die Musik von Lavotta und seinen Zeitgenossen hätten die bekannten ungarischen Tänze von Johannes Brahms nicht entstehen können.“ Bereits am Vortag hatte es einen Auftritt im Kulturzentrum der Martinskirche in Hoya gegeben. Gestern wiederholten die Künstler ihr Konzert in Bremen.

Die mit 13 Streichern (die Damen in langen Kleidern) und einem Flötisten auftretenden Musiker starteten mit alten ungarischen Tänzen in das Konzert. Das schwungvoll vorgetragene Werk in drei Sätzen des Komponisten Ference Farkas ließ bereits die Qualität der Musikkünstler erkennen und machte Appetit auf das, was noch kommen sollte. 

Als eine Hommage an den ungarischen Namensgeber des Orchesters János Lavotta, Violinist, Musikpädagoge und Komponist (1764 bis 1820), erklang das Adagio Homoródi verbunk. Vor der Pause gesellte sich der Kontrabassist Bors Balogh zum Orchester. Zusammen spielten sie ein Stück des Österreichers Carl Ditters von Dittersdorf, wobei der 40-jährige Gast-Solist mit virtuosem Können beeindruckte. Der in Ungarn geborene Balogh ist Mitglied des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover.

Im zweiten Teil des Konzertes sorgte der Flötist János Imre Dombovári für einen weiteren Glanzpunkt der Veranstaltung. Zusammen mit dem Orchester spielte der Solist Ungarische Fantasien des österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Doppler. 

Die Instrumentenbeherrschung des Flötisten, der an diesem Tag seinen 41. Geburtstag feierte, löste euphorischen Beifall und Bravorufe aus. Die Zuhörer, darunter auch 31 Gäste, momentan zu Besuch aus Lettischen Partnergemeinden der Gemeinde Weyhe, geizten nach dem zweistündigen Konzert nicht mit Beifallsstürmen. Mit langem Applaus und Füßetrampeln entlockten sie dem Orchester noch eine Zugabe.

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