Umfrage: Reiselust ist unter Weyhern ungebrochen

„Ägypten ist für Urlauber ein sicheres Land“

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Anke Gerlach empfiehlt einen Weihnachtsurlaub in Ägypten.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Terror in Syrien, Anschläge in Frankreich und ein abgestürzter Urlaubsjet in Ägypten – durch solche Nachrichten lassen sich Weyher nicht ihren Winterurlaub vermiesen. Im Gegenteil. Die Reiselust der Kunden ist ungebrochen. Das hat eine Umfrage in drei Reisebüros ergeben.

Ihre Kunden seien vorsichtiger geworden, räumt Rita Schmittat vom TUI-Reisecenter am Markt ein. Beispielsweise sei Ägypten weniger gefragt, als noch vor einem Jahr. Dennoch sei das Land der Pharaonen bei Temperaturen über 28 Grad ein ideales Winterziel, dass Stammkunden immer wieder anlocke. Die, die auf Ägypten verzichten wollten, hätten sich schließlich Hotels auf den Kanaren gesucht. Dort sei es aber etwas kühler, und es herrsche wegen des Atlantiks mehr Wind, so Schmittat. Doch wer eine windgeschützte Ecke erwischt, könne einen schönen Urlaub genießen, ist sie sich sicher. Die Reiseverkehrskauffrau hat auch Fernreisen in das südliche Afrika verkauft. Urlauber der Wesergemeinde wollen über Neujahr auch nach Mexiko und in die Karibik reisen. Außerdem liegen die Unterlagen zu Trips in „sichere Schneegebiete“ unter dem einen oder anderen Tannenbaum.

„Unsere Stammkunden fliegen nach Ägypten. Sie haben keine Angst“, sagt Anke Gerlach, Inhaberin der Thomas-Cook-Reisebüros in Kirchweyhe und Leeste. Die Kette hatte die Unternehmerin Ende November wie viele andere Reiseverkehrskaufleute zu einer Jahrestagung nach Ägypten eingeladen. „Für die Urlauber ist es ein sicheres Land“, bewertet sie. „Man fühlt sich weder bedroht noch durch Sicherheitskräfte eingeengt. Das gilt sowohl für den Flughafen, als auch für den Transfer im Bus sowie in den Hotels.“ Das hätte nicht nur sie, sondern „alle 150 Kollegen aus ganz Deutschland so empfunden“. Auch wenn der Markt ein bisschen eingebrochen sei, sollte man sich von Terroristen keine Angst einjagen lassen. Passieren könne überall etwas, außerdem seien die Preise „supergünstig“.

Rita Schmittat und ihr Mitarbeiter Sebastian Schmid haben als Alternative zu Ägypten-Zielen Reisen zu den Kanaren verkauft.

In Ägypten habe Anke Gerlach außerdem privat eine Woche Urlaub verbracht und dort auch andere West-Europäer wie Holländer, Schweden und Schweizer getroffen. Das Publikum war gemischt. Sie habe in Hurghada, im Tourismuszentrum am Roten Meer, junge Familien mit ihren Kindern gesehen wie Senioren, die dort überwintern. Ausflüge in die Wüste mit Kamelen und Jeeps seien kein Problem gewesen, ebensowenig wie Ziele im 300 Kilometer entfernten Luxor oder 500 Kilometer entfernten Kairo. Urlauber sollten entweder den Bus oder das Flugzeug nehmen, schlägt Gerlach vor. Sollte wider erwarten doch eine Gefährdungslage entstehen, würde das Reiseunternehmen die Urlauber per SMS kontaktieren.

Ägypten und Tunesien zählen bei den Kunden des „ReiseCenters“ im Bahnhof laut Reiseverkehrskaufmann Fabian Krüger nicht zu den derzeit beliebtesten Zielen, obwohl eine generelle Angst nicht zu spüren sei. Dafür stünden die Kanaren und die Türkei hoch im Kurs. Reisen in die Türkei verkaufen sich durch den günstigen Preis fast wie von selbst, so Krüger, weil „die Strände schön sind, die Urlauber eine fantastische Gastfreundlichkeit erleben und All-inclusive-Angebote schätzen.“

Ob auch der Werder-Bremen-Trainingsort Belek bei der Auswahl eine Rolle spielt? Nein, sagt Krüger. Es gebe grundsätzlich viele interessante Hotelanlagen an der Küste.

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