Umfrage: Urlaubsziele der Weyher

Reisen in ferne Länder: „Eine Hintertür möchte momentan jeder haben“

Katharina Graf mit einem Kreuzfahrten-Flyer.
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Katharina Graf mit einem Kreuzfahrten-Flyer.

„Die Weyher sind reiselustig“, das sagt Tina Gerlach vom gleichnamigen Reisebüro an der Bahnhofstraße. Diesen Eindruck haben ebenso die Mitarbeiterinnen des TUI-Reisecenters am Markt sowie die des Reisecenters im Bahnhof Kirchweyhe.

Weyhe – Die Lieblingsgebiete der Weyher seien eindeutig die Länder Griechenland, Spanien und die Türkei. Das haben sowohl Tina Gerlach als auch Rita Schmittat als auch Martina Eichler (TUI-Reisecenter am Markt) sowie Katharina Graf (Reisecenter im Bahnhof) gesagt.

Weshalb Weyher keine Angst mehr vor Corona haben müssten? Die Kunden würden für „kleines Geld“ eine sogenannte Flex-Option dazu buchen können. „Das schlechte Bauchgefühl reicht aus, um eine Reise zu stornieren“, sagt Tanja Gerlach. Man müsse sich nicht erklären, um von der gebuchten Reise Abstand zu nehmen.

Tanja Gerlach erkundet immer wieder neue Ziele.

Mal müssten Urlauber die Option zum Beispiel 14 Tage vor Reisebeginn ziehen, mal seien es 21 Tage, ergänzt Katharina Graf. Die Reiseverkehrskauffrau macht deutlich, dass es sich lohnt, jetzt schon zu buchen, diese Optionen dazuzunehmen. Falls die Corona-Inzidenzen in Europa zurückgehen, eine stärkere Nachfrage einsetzen oder die Reisewarnungen für manche Ziele zurückgehen, würden Veranstalter Preise anheben. „Wer früh bucht, spart viel und ist gut beraten“, betont Gerlach. Das gelte für die weiteren Ziele der Weyher wie Mauritius, Dominikanische Republik und Dubai. Reisen seien derzeit hauptsächlich bis zum Zeitraum der Herbstferien buchbar. Buchungen für Weihnachten 2022 würden erst in ein bis zwei Monaten entgegengenommen, so Gerlach.

Es seien viele Kunden des Reisecenters, die auf die zuvor geschilderte Flex-Option setzen, sagt Katharina Graf. „Eine Hintertür möchte momentan jeder haben.“ Die Reiseverkehrskauffrau macht deutlich, dass es in diesem Jahr besonders für Ungeimpfte schwer wird, eine Pauschalreise oder eine Kreuzfahrt zu buchen. Wer aufs Schiff will, muss genesen oder geimpft sein. Einige Reedereien würden zusätzlich einen negativen Corona-Test vor Antritt der Reise fordern. Dies würden einige Veranstalter auch für diejenigen fordern, die aktuell dreifach geimpft seien.

Auffällig sei zudem, dass viele Kunden Pauschalreisen bevorzugen. Das wundert Katharina Graf nicht: Diese Reisen seien rechtlich besonders abgesichert. „Das schätzen die Kunden.“ Hotels müssten nicht stornieren, wenn zum Beispiel der Flug ausfällt und der Kunde dafür nichts kann. „Um dieses Problem kümmert sich der Veranstalter.“ Hoch im Kurs stehen bei Weyhern offenbar Gruppenreisen, die jedes Büro anbietet.

Das Reisecenter im Bahnhof hat beispielsweise spezielle Bus- und Flusskreuzfahrten im Angebot. Spezielle Touren würde der Mitarbeiter Heiko Blank begleiten, so Katharina Graf. Ein besonderer Trip sei eine Passage mit dem Schiff Vasco da Gama über Malaga, Madeira, Azoren, Portland, Amsterdam nach Bremerhaven.

Martina Eichler begleitet im September eine Gruppenreise nach Afrika.

Eine besondere Tour haben ebenso Martina Eichler und Rita Schmittat im Programm: Es geht im September nach Afrika. Nur zwölf Weyher können teilnehmen. Martina Eichler begleitet selbst die Erlebnis-Tour durch Namibia, Botswana und Simbabwe. Es seien „nur noch vier Plätze frei“, sagt Eichler. Der Reiz dieser Reise? Die Teilnehmer sehen wilde Tiere wie Elefanten, Löwen, Büffel, Nashörner und Flusspferde und sehen zum Beispiel in der Nähe von Swakopmund Afrikaner in einem Museumsdorf, die das Landleben darstellen. „Die Weyher schätzen die Betreuung“, so Rita Schmittat. Es sei eben ein großes Plus der örtlichen Reisebüros, die sich bei solchen von Weyhe aus konzipierten Reisen um alles kümmern: vom Visum bis zur Impfung.

Ein Plus für die Buchung in einem Büro vor Ort sei es weiterhin, dass sich die Mitarbeiter Land und Leute sowie die Hotels und Sehenswürdigkeiten anschauen, um Empfehlungen zu geben, so Tanja Gerlach. Derzeit sei ihre Mutter auf La Gomera und schaue sich auf der kanarischen Insel für die Kunden um.

Von Sigi Schritt

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