Filmpremieren bringen Geld ein

Über 1000 Euro für Sudweyher Bahnhof

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Die Bürgermeister-Stellvertreterin Ina Pundsack-Bleith (l.) mit den Sudweyher Bahnhofsmitgliedern Christine Burda, Antje Knief, Sönke van Hoorn und Andreas Grünemann sowie den Weyher Filmfreunden Wolfgang Wortmann, Hermann Bischoff, Wilfried Meyer, Dieter Helms und Helmut Fellermann (v.l.).

Sudweyhe - Die Weyher Filmfreunde sind die Ersten, die auf einem schmalen Abschnitt einer historischen Eisenbahnschiene verewigt werden, die im alten Sudweyher Bahnhof gefunden wurde. Alle Spender, die den geplanten Umbau mit mindestens 500 Euro unterstützen, erhalten auf diese Weise eine Ehrung. Die kleinen Schienenabschnitte sollen an markanter Stelle des Gebäudes angebracht werden. Die Weyher Filmfreunde überreichten dem Verein „Sudweyher Bahnhof – Kunst & Kultur am Gleis“ eine Spende von 1320 Euro.

Dieses Geld hatten die drei Premieren des Kirchweyher Eisenbahnfilms eingebracht. Das Filmteam bestehend aus Wilfried Meyer, Hermann Bischoff, Wolfgang Wortmann, Dieter Helms und Helmut Fellermann hatte seinerzeit beschlossen, dem neu gegründete Verein das Eintrittsgeld zu spenden und damit dessen Bemühungen um den Erhalt des Baudenkmals zu unterstützen.

Die Vorstandsmitglieder des Sudweyher Vereins, die Vorsitzende Christine Burda, ihr Stellvertreter Sönke van Hoorn, Kassenwart Andreas Grünemann und seine Stellvertreterin Antje Kiel bedankten sich und führten ihre Gäste über die Baustelle. Erste Wände wurden bereits entfernt, der alte Schornstein wird ebenfalls noch abgebrochen. Dann entsteht im Erdgeschoss ein großer Raum und daneben, etwas erhöht, die Küche. Im Obergeschoss soll es ein Gästezimmer und einen Mehrzweckraum geben. 

Zusagen für eine finanzielle Förderung

Wie die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith bestätigte, liegen bereits Zusagen für eine finanzielle Förderung des Projekts vor, allerdings steht der genaue Betrag noch nicht fest. Aber sobald diese Frage geklärt ist, beginnen nach Aussage von Sönke van Hoorn die Bauarbeiten. Der Verein, dem jetzt 77 Mitglieder angehören, könnte dann tatsächlich den Plan realisieren und bereits in diesem Jahr einen kleinen Weihnachtsmarkt im alten Bahnhof veranstalten.

Gemeindearchivar Wilfrie Meyer berichtete, dass der Bahnhof 1910 errichtet wurde und erklärte auch die ehemalige Raumnutzung. Er habe 1991 dafür gesorgt, dass das Gebäude unter Schutz gestellt wurde, weil darin das Gemeindearchiv untergebracht werden sollte. Jetzt sei er froh darüber, dass das seinerzeit nicht geschehen ist, weil die Räume schon längst nicht mehr ausgereicht hätten, um die umfangreichen Dokumentationen aufzunehmen.

Der alte Bahnhof sei „ein Rohdiamant, der noch ordentlich geschliffen werden muss“, meinte Pundsack-Bleith. Es sei sehr bemerkenswert, dass sich in diesem Falle gleich zwei ehrenamtlich tätige Organisationen gegenseitig unterstützten und dazu beitrugen, dieses Gebäude aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken, um es einer öffentlichen Nutzung zuzuführen.

bt

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