SVK meistert Turnier mit 800 Teilnehmern

Turnfest der Superlative in Kirchweyhe

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Bei den verschiedenen Disziplinen stellen die Aktiven ihr Können unter Beweis, etwa bei Ballsportarten.

Kirchweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Als sich auch die letzten Gäste bei ihnen bedankt und sich auf den Rückweg gemacht hatten, wischten sich Petra Kehlenbeck-Schirmer, Madeleine Kindler und Patricia Schirmer von der SV Kirchweyhe sowie die Landesfachwartin, Svenja Neise den virtuellen Schweiß von der Stirn.

Sie hatten bei den Norddeutschen Meisterschaften im Turngruppenwettstreit (TGW), dem Schülergruppenwettstreit (SGW) und der Turnergruppenmeisterschaft (TGM) der Niedersächsischen Turnjugend am Wochenende in Kirchweyhe den organisatorischen Hut aufgehabt.

Sie hatten auch die Idee, die an beiden Tagen nicht verbrauchten Lebensmittel – und das war eine ganze Menge – der Syker und der Bremer Tafel zu spenden.

Weil die Turnjugend der SV Kirchweyhe schon in der Vergangenheit an diesem Wettbewerb in Berlin, Geesthacht und Schneverdingen teilgenommen hatte, wusste sie genau, worauf sie sich eingelassen hatte, als sich die Sportvereinigung um die Ausrichtung der Veranstaltung bewarb.

Als dann tatsächlich mehr als 800 Sportlerinnen, Sportler, Trainer und Betreuer in den Räumen des KGS Kirchweyhe übernachten wollten, als in den unterschiedlichen Altersgruppen jeweils acht Wettkampf-Disziplinen angeboten und dafür die Plätze, Hallen und Strecken hergerichtet und Kampfrichter verpflichtet werden mussten, da wurden die vorher erarbeiteten Konzepte auf eine harte Belastungsprobe gestellt.

Um so größer war daher die Freude über viel Anerkennung und das große Lob der Gäste „für die vielen netten Menschen in den blauen Shirts“, wie der Vorsitzende Jens Kehlenbeck die rund 90 Helfer des Vereins bezeichnete, von denen viele gerne selbst an den Wettbewerben teilgenommen hätten, aber darauf verzichteten, um sich statt dessen an der Organisation zu beteiligen.

Die Teilnehmer begrüßt hatten die stellvertretende Vorsitzende des Kreissportbundes Diepholz, Inge Schmidt-Grabia, die stellvertretende Weyher Bürgermeisterin Ingrid Söfty sowie der SVK-Vorsitzende Kehlenbeck, der sich beim TuS Sudweyhe dafür bedankte, dass der Verein ganz spontan in der Sudweyher Turnhalle, wo ein Teil der Wettbewerbe veranstaltet wurde, eine Cafeteria eingerichtet hatte. Weitere Sportstätten waren die Kirchweyher KGS-Sporthalle, das Freibad, die KGS und die Zentralsportanlage.

29 Vereine und 80 Gruppen

Jede Gruppe wählte aus den Disziplinen Staffellauf, Schwimmen, Orientierungslauf, Medizinball-Weitwurf, Tanzen, Turnen, Singen und Gymnastik vier für die eigene Kür aus, von denen zwei Ergebnisse für den Wettbewerb gewertet wurden und zwei als „nicht messbare Pflichtaufgaben“ galten.

29 Vereine beteiligten sich mit 80 Gruppen an den Wettbewerben, und obgleich nicht jede Disziplin objektiv messbar war, gab es keine Proteste. „Das war nicht immer so“, berichtete ein Betreuer des MTV „Fichte“ Winsen/Aller, der ausdrücklich die „gerechte Bewertung“ ansprach, obwohl seine drei Teams nur mittlere Plätze belegten.

„Es ist ein schönes Schulzentrum“, lobten Ute Petersen-Schlapkohl und Anja Beck vom FC „Germania“ Barbecke den Veranstaltungs- und Übernachtungsort. Sie bedauerten ein wenig, dass sie von Weyhe selbst leider nichts gesehen hatten. Sie waren begeistert von dem gemeinsamen Frühstück und von der tollen Disco am Samstag, mit der die „TuJu-Party“ des Niedersächsischen Turnerbundes gemeint war.

Die Sportler des Charlottenburger TSV werden „die tolle Veranstaltung und die hervorragende Betreuung“ in sehr guter Erinnerung behalten, erklärten die Trainerinnen Sandra Voitek und Fanja Harnisch.

Kein Wunder, denn am Hals ihrer TGM-Sportler baumelten unübersehbar goldene Medaillen. Sie hatten den Wettbewerb gewonnen und im Orientierungslauf zehn von zehn Punkten erzielt sowie beim Medizinball-Weitwurf ihre Stärke bewiesen.

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