Detlef Plate beherrscht die niederdeutsche Mundart

In Weyhe sind Trauungen op Platt möglich

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Noch lassen sich die meisten Paare im Rathaus trauen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Gemeinde macht keine Werbung dafür, obwohl sie wohl in puncto Eheschließungen in der Region ein Alleinstellungsmerkmal hat: Trauungen op Platt. Der Standesbeamte Detlef Plate, privat Mitglied des Ensembles der Lahauser Bühne, könnte jede Zeremonie komplett in der Mundart halten.

Diesen Gratis-Service hätte aber im vergangenen Jahr niemand in Anspruch genommen, bedauert der Mitarbeiter des Fachbereichs Ordnung und Soziales in seinem Jahresrückblick. Plate und seine Kolleginnen im Standesamt haben insgesamt 143 Ehen geschlossen und hielten die Ansprachen auf Hochdeutsch. Plate glaubt, dass künftig die drei Außenstellen des Standesamtes – das Weyher Theater, das Martha-Schubert-Haus und die Wassermühle Sudweyhe an Bedeutung zunehmen werden. Mit allein 40 Eheschließungen sei die Wassermühle der beliebteste Ort gewesen.

Von allen Paaren, die in der Wesergemeinde geheiratet hätten, entschieden sich 20 dazu, keinen gemeinsamen Ehenamen zu bestimmen. Wer also keine Erklärung abgegeben hat, könne diese jederzeit nachholen, so Plate – also auch nach Jahren. Aber 98 Paare wählten den Geburtsnamen des Mannes aus, 14 Paare entschieden sich für den der Frau. In elf Fällen entschied sich ein Partner für einen Doppelnamen.

Ehe für alle

Nach Plates Darstellung habe das Standesamt drei Lebensgemeinschaften von gleichgeschlechtlichen Partnern eingetragen. Das sei seit Oktober nicht mehr möglich, da es die „Ehe für alle“ gibt. Von der Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umzuwandeln, hätten bisher drei Paare Gebrauch gemacht, so Plate.

Darüber hinaus habe das Standesamt eine Geburt (2016: 2) und 138 Sterbefälle (2016: 176) beurkundet. Außerdem registrierte das Amt 288 Kirchenaustritte (2016: 255) sowie diverse namensrechtliche Erklärungen wie 63 Vaterschaftsanerkennungen (2016: 56). Insgesamt haben Weyher Mütter 131 Mädchen und 131 Jungen zur Welt gebracht. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl um 16. Die beliebtesten Namen waren bei den Jungen Finn/Fynn (sieben Mal) und bei den Mädchen Sophie/Sophia (neun Mal).

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