Trauer und Wut auf dem Gnadenhof in Erichshof

Veterinäramt: Pferd litt unter Schmerzen

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Dieses Pony hat bis vor Kurzem auf dem Gnadenhof in Erichshof gelebt. Nun ist es auf einem Tierschutzhof im Landkreis Nienburg. 

Erichshof - Die Helfer, die die Tiere auf dem Gnadenhof in Erichshof versorgt haben, sind wütend und traurig. Am Donnerstag haben sie alle Pferde verloren. Mitarbeiter eines Schutzhofes holten drei Ponys zu sich nach Warpe (Landkreis Nienburg). Das vierte Tier wurde wie bereits berichtet eingeschläfert. Die Tötung war laut dem Veterinäramt notwendig.

Das Tier hatte Hufrehe. „Die Einschläferung war die einzig geeignete Maßnahme, um die erheblichen Schmerzen und Leiden des Pferdes zu beenden. Dies wurde von den Besitzern versäumt“, schildert der stellvertretende Fachdienstleiter Thorsten Abeling. 

Die Besitzer sind diejenigen, die sich des Tiers angenommen haben – also der Lebensgefährte der verstorbenen Hofbesitzerin Ingrid Göcke, Dr. Ottomar Biderke, und seine Helfer. Die rechtlichen Eigentümer sind sie nicht. Göcke hatte ihre Schützlinge der Stiftung Gut Aiderbichl vermacht. Diese hatte das Erbe ausgeschlagen.

Der Abtransport der anderen drei Ponys erfolgte laut Amt auf Veranlassung der vom Gericht bestellten Nachlassverwalterin. Alles sei gemäß der tierschutzrechtlichen Bestimmungen vonstattengegangen. Helfer des Gnadenhofes kritisieren hingegen, dass ein Pony im Anhänger direkt neben „seinem toten Gefährten“ ausharren musste. 

Das tote Pferd wurde in der Pathologie untersucht – laut dem Amt ist das „verfahrenstypisch.“ Biderke kritisiert die Einschläferung. Die Stute sei zwar beeinträchtigt, aber noch auf den Beinen gewesen. Sie habe gut gefressen und getrunken. „Sie wollte leben“, ist er sich sicher. 

ks

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