AUS DEM GERICHT Zwei Autofahrer wegen Fahrens ohne Führerschein verurteilt

Teure Spritztouren

Weyhe – Auch kurze Fahrstrecken mit dem Auto sind strafbar, wenn der Fahrer nicht über eine Fahrerlaubnis verfügt. Das bekamen jetzt zwei Autofahrer zu spüren, die sich getrennt voneinander wegen Fahrens ohne Führerschein im Syker Gerichtssaal zu verantworten hatten. Beide waren von Polizeistreifen in Weyhe gestellt worden.

Da war zunächst der Fahrer eines Transportwagens, der am 21. November vergangenen Jahres am Vormittag einer Polizeistreife in Bauhofnähe in Weyhe auffiel und kontrolliert wurde. Er konnte den Beamten keine Fahrerlaubnis vorweisen. Der Grund: Er hatte keine.

Im Gerichtssaal gab er an, dass er nur eine kurze Strecke mit dem Transporter unterwegs gewesen sei. Etwa so um die 300 Meter. Auch eine so kurze Strecke darf man kein Auto fahren, wenn man keinen Führerschein hat, machte der Strafrichter dem Mann klar.

Das müsse der Angeklagte gewusst haben. Immerhin seien in seinem Strafregister bereits mehrere Verurteilungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingetragen. Er sei gerade dabei gewesen die Fahrerlaubnis neu erwerben zu wollen, gab der Mann an.

Der Strafrichter ahndete die Fahrt ohne Schein mit einer Geldstrafe in Höhe von 750 Euro (75 Tagessätze zu je zehn Euro). Den Erwerb des Führerscheins muss der Weyher zurückstellen. Es wurde eine Sperre von einem Jahr auferlegt.

Nur mal eben zur Probefahrt ums Haus fuhr auch ein anderer Angeklagter, der das Auto einer Bekannten repariert habe und wissen wollte, ob alles verkehrssicher ist. Die Polizeistreife war nicht weit entfernt und weil der Mann auf der Leester Straße an jenem Februarabend die Nebelscheinwerfer eingeschaltet hatte, obwohl es nicht neblig war, wurde er angehalten.

Vergebens forderten die Polizisten, den Führerschein zu sehen. Der Fahrer des Autos hatte keinen. Vor dem Strafrichter sah er ein, dass die kurze Fahrt ein Fehler war. „Es kann ja nicht viel passieren“, habe er sich damals gedacht. Auch er hätte es besser wissen müssen. Sein Strafregister war mit 31 Einträgen, davon 25 Vorstrafen, „gut bestückt“. Darunter eine Reihe Verurteilungen wegen Fahrens ohne Führerschein.

Die letzte Verurteilung lag drei Jahre zurück. Für Richter und Staatsanwalt ein Zeichen, dass der Mann einen positiven Lebensweg eingeschlagen habe. Der Strafrichter verurteilte ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 600 Euro (40 Tagessätze zu je 15 Euro) unter Vorbehalt (auf Bewährung).

Von einer erneuten Sperre zum Erwerb der Fahrerlaubnis sah der Strafrichter ab. Er wolle dem Mann die Chance geben, wieder im geordneten Leben Fuß zu fassen und endlich wieder eine Fahrerlaubnis erwerben.

Von Dieter Niederheide

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Vom Exoten zum Mainstream-Stromer: Der BMW iX3 im Test

Vom Exoten zum Mainstream-Stromer: Der BMW iX3 im Test

Gute Hygiene schützt uns vor Salmonellen

Gute Hygiene schützt uns vor Salmonellen

Marie-Anne Raue: «Weihnachten wird bei mir gegrillt»

Marie-Anne Raue: «Weihnachten wird bei mir gegrillt»

Neymar trifft - RB Leipzig verpasst Coup bei PSG

Neymar trifft - RB Leipzig verpasst Coup bei PSG

Meistgelesene Artikel

Corona-Chaos in Moordeich: KGS-Leiter schickt Schüler ins Szenario B – aber das hätte er nicht dürfen

Corona-Chaos in Moordeich: KGS-Leiter schickt Schüler ins Szenario B – aber das hätte er nicht dürfen

Corona-Chaos in Moordeich: KGS-Leiter schickt Schüler ins Szenario B – aber das hätte er nicht dürfen
Frauenleiche in Hüde: 33-Jährige durch Schläge auf den Kopf getötet

Frauenleiche in Hüde: 33-Jährige durch Schläge auf den Kopf getötet

Frauenleiche in Hüde: 33-Jährige durch Schläge auf den Kopf getötet
Dr. Hussien Salem übernimmt die Hausarztpraxis in Heiligenfelde

Dr. Hussien Salem übernimmt die Hausarztpraxis in Heiligenfelde

Dr. Hussien Salem übernimmt die Hausarztpraxis in Heiligenfelde

Kommentare