Streckenabschnitte entschleunigen

Tempo 30 für einen Teil der Sudweyher Straße

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Diese Autos parken am Straßenrand: Mütter holen ihre Kinder vom Kindergarten ab.

Sudweyhe - Von Sigi Schritt. Die Parkplatzsituation an den Grundschulen in Weyhe ist seit Jahren ein Reizthema, sagt die Sudweyher Rektorin Ingrid Lühmann.

Vor Jahrzehnten hatten die meisten Kinder die Schule (alleine) zu Fuß oder per Rad aufgesucht. Jetzt nutzen Mütter und Väter nun Autos, um ihre Sprösslinge rechtzeitig vor Unterrichtsbeginn vor der Schule herauszulassen. Das Problem: Die Kapazitäten des Parkplatzes vor dem Sudweyher Kindergarten und dem Schulgebäude reichen nicht aus. Kein Einzelfall in der Wesergemeinde. 

Die vielen freien Stellplätze beim TuS-Sportplatz werden nicht angenommen. Der Weg entlang der Rasenplätze ist laut Lühmann „sehr, sehr sicher.“ 450 Meter Distanz-Unterschied sei den meisten Eltern offensichtlich zu weit. Den Vorteil, dass ihre Kinder mehr Bewegung und auch mehr Sauerstoff bekommen, sehen sie nicht.

Appelle an die Vernunft verhallen ergebnislos

Regelmäßig parkten Eltern der Bequemlichkeit wegen morgens und mittags entlang der Sudweyher Straße, berichten die Pädagogen. „Zum Glück gab es dort noch nie Unfälle“, so Lühmann. Appelle an die Vernunft verhallen ohne Resonanz.

Die vor Jahren geborene Idee des Schulexpresses, Kinder an dezentralen Stellen herauszulassen, damit sie in Gruppen zur Schule gehen, sollte viel besser umgesetzt werden, wünscht sich Lühmann. Schilder, die auf diese Aktion hinweisen, gibt es, nur sie werden stiefmütterlich behandelt.

Begründung: Parkplatzmangel

Gegen ein Park- und Halteverbot entlang der Sudweyher Straße hätte die Rektorin der Paul-Maar-Ganztagsgrundschule nichts einzuwenden – die Gemeinde sieht das laut Stefan Sommer vom zuständigen Fachbereich aber als zu großen Eingriff in den Straßenverkehr an.

Mangels Parkplätzen in der Nähe wird die zulässige Geschwindigkeit von Tempo 50 auf Tempo 30 demnächst heruntergeregelt – begrenzt auf die Zeit von 7 bis 17 Uhr. Die Gemeinde will nicht nur Straßenabschnitte in Schulnähe entschleunigen wie an der Lahauser Straße, sondern auch Wege an Alten- und Pflegeheimen, egal ob sie an viel befahrenen Straßen liegen oder nicht. „Alles, was der Sicherheit dient, ist zunächst gut“, kommentiert Lühmann.

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