Traditionellen Silvesterschwimmen 

Muckeliger Warmbadetag in der Weser

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Konnten sich die Teilnehmer früher an Eisschollen festhalten, muss es dieses Silvester schon das Ponton mit den Heißgetränken sein.

Dreye - Von Heiner Büntemeyer. Für alte Hasen wie Werner Muffler und Jürgen Blankenhagen, die vor vielen Jahren schon am ersten Dreyer Silvesterschwimmen teilgenommen hatten, war es in diesem Jahr tatsächlich ein Warmbadetag mit acht Grad Wassertemperatur und etwa gleicher Lufttemperatur.

Der Verlust einer Flosse kann „Urgestein“ Jürgen Blankenhagen nicht lange schocken.

„Trotzdem habt ihr an Land wahrscheinlich mehr gefroren, als wir im Wasser“, sagte der 72 Jahre alte Muffler lachend, der sich noch an vergangene Veranstaltungen erinnern konnte, bei denen sich die Teilnehmer an Eisschollen festhalten konnten. Sein zwei Jahre jüngerer Mitbegründer des Silvesterschwimmens ärgerte sich darüber, dass er schon kurz nach dem Start in Bollerholz in Riede eine Schwimmflosse verloren hatte und daher die gesamte, etwa 4,5 Kilometer lange Strecke mit nur einer Flosse schwimmen musste. Aber auch er hatte schon härtere Schwimmtage erlebt.

Gastgeberin war in diesem Jahr die Weyher DLRG-Ortsgruppe. Organisator Achim Linka freute sich, dass endlich einmal wieder alle 44 Teilnehmer, darunter auch zehn Frauen, im Pulk geschwommen waren und es keine Ausreißer gab. Zu den Aktiven zählten auch Schwimmer der Freiwilligen Feuerwehr Dreye, die die Veranstaltung am 31. Dezember 2016 ausrichtet, sowie Mitglieder der Wasserwacht Verden, der DLRG-Ortsgruppen Stuhr, Syke, Ganderkesee, Twistringen und einige Schwimmer ohne Vereinszugehörigkeit. Helfer der DLRG-Ortsgruppen Garrel und Bassum unterstützten die Veranstaltung in Begleitbooten, so dass erstmals sechs Boote auf dem Wasser waren, deren Besatzungen jederzeit erschöpfte Schwimmer hätten an Bord nehmen können.

Aber das war am Donnerstag nicht erforderlich. Alle Teilnehmer trafen wohlbehalten im Dreyer Hafen ein, wo sie mit anerkennendem Applaus von zahlreichen Schaulustigen begrüßt wurden.

Silvesterschwimmen in der Weser

Nachdem sie alle am Landungssteg „festgemacht“ hatten, zündeten Weyher DLRG-Schwimmer ein Neujahrsfeuerwerk, das sie auf einem Floß mitgeführt hatten.

Die 21-jährige Wiebke Wessels beteiligte sich zum dritten Mal am Silvesterschwimmen. Im Wasser sei es „muckelig warm“ gewesen, berichtete sie, allerdings vermisste sie in diesem Jahr mehr Strömung.

Zum ersten Mal waren Maximilian Gumz und Clemens Giesecke dabei. Ihre Teilnahme hatte sich eher durch Zufall ergeben, denn „just for fun“ hatten sie an den Tagen vor Weihnachten im Wieltsee gebadet, „ganz normal in Badehose, nur etwas kürzer“. Dabei hatten DLRG-Mitglieder sie beobachtet und zum Silvesterschwimmen eingeladen. Ihren Wunsch, in bloßer Badebekleidung mitzumachen, hatte Achim Linka aus verständlichen Gründen allerdings abgelehnt. Den beiden Gödestorfern hat das Schwimmen trotzdem Spaß gemacht.

Jüngste Sportlerin war die 16-jährige Saskia Trümper, Mitglied der DLRG Weyhe.

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