26 Teilnehmer beim Silvesterschwimmen der Feuerwehr Dreye

Flasche Sekt als Schutz gegen die bösen Geister

Neptun Reinhold Derda aus Erichshof: Für das nächste Silvesterschwimmen will er sich auch den entsprechenden Bart wachsen lassen.
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Neptun Reinhold Derda aus Erichshof: Für das nächste Silvesterschwimmen will er sich auch den entsprechenden Bart wachsen lassen.

Dreye - Das 39. und in diesem Jahr von der Freiwilligen Feuerwehr Dreye veranstaltete Silvesterschwimmen war erneut ein „Warmbadetag“, denn das Weserwasser war mit vier Grad Celsius nur unwesentlich kühler als die sechs Grad warme Luft. So kamen alle 26 Teilnehmer, darunter auch zwei Frauen, wohlbehalten im Dreyer Hafen an.

Nahe dem Campingplatz „Bollerholz“ waren sie – bekleidet mit Neopren- oder Trockentauchanzügen – in die Weser gestiegen, um die etwa fünf Kilometer lange Strecke schwimmend oder sich zeitweise auch treiben lassend zurückzulegen. „Die ersten Minuten im Neoprenanzug sind immer grausam“, berichtete Niklas Korte, der sich zum vierten Mal in die Fluten stürzte, denn zunächst strömt das Weserwasser in den Anzug hinein und erwärmt sich erst allmählich auf Körpertemperatur. „Aber dann macht das richtig Spaß.“

Jüngster Schwimmer war der 16-jährige Jan Wittert. Henning Nogga dagegen nahm schon zum 36. Mal teil und hatte zum Start eine Flasche Sekt „als Schutz gegen die bösen Geister“ mitgebracht. Im Gegenzug gab Peter Owsianowski aus Stuhr, der älteste Schwimmer, unterwegs Glühwein aus, den er in einer Thermoskanne am Gürtel trug.

Zu den „Wiederholungstätern“ zählte auch Reinhold Derda aus Erichshof. Er entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter zum „Neptun“. Nachdem er zunächst nur rote Hörner auf seiner Badekappe getragen hatte, tauchte er in diesem Jahr zusätzlich mit „Seetang“ aus Efeu auf und hatte mit seinem Dreizack sogar einen Fisch aufgespießt. „Bis zum nächsten Jahr ist auch der lange Bart gewachsen“, kündigte er lachend an.

Niemand hatte unterwegs Probleme bekommen, so dass die begleitenden Boote keinen Schwimmer vorzeitig aus dem Wasser ziehen mussten. Der Vorsitzende der DLRG Weyhe, Bernd Klöcker, hatte das Silvesterschwimmen mit der angenehmen Strömung im Rücken sogar genossen.

An der Veranstaltung beteiligten sich Schwimmer der DLRG-Ortsgruppen Ganderkesee, Steller See und Weyhe, der „Wasserwacht“ Verden und der Feuerwehr Dreye. Außerdem machten drei Weyher Einwohner mit, die keiner Organisation angehören.

Die Mitglieder der Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Dreye zogen unterwegs ein schwimmendes Feuerwehr-Modellauto hinter sich her. Sein Inhalt: Raketen und Böller, mit denen sie nach der Ankunft im Dreyer Hafen das glückliche Ende der Veranstaltung feierten.

bt

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