Günter Gabsteiger wandert von Bayern nach Kirchweyhe

550 Kilometer zu Fuß: In 17 Tagen an die Weser

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Der ehemalige Feuerwehrmann Günter Gabsteiger (2.v.r.) kommt nach gut zwei Wochen Fußmarsch am Gerätehaus Kirchweyhe an, wo ihn seine alten Freunde in Empfang nehmen. - Foto: Husmann

Kirchweyhe - Von Heiner Büntemeyer. Am Ostermontag ist Günter Gabsteiger in Rötenbach an der Pegnitz losmarschiert. Vor ihm lag eine fast 550 Kilometer lange Wanderstrecke, denn er wollte seine Freunde in Kirchweyhe besuchen.

Schnee und Regen begleiteten ihn an den ersten beiden Tagen. Aber er ließ sich dadurch nicht entmutigen. Regelmäßig macht er Wanderurlaub in Südtirol, vor einigen Jahren war er sogar zu Fuß nach Meran gewandert und hatte die Alpen überquert.

Dass sein Wanderziel Kirchweyhe war, hängt mit der Feuerwehr zusammen. Er war Mitglied der Brandschützer im bayerischen Rückersdorf und zwischen den beiden Feuerwehren bestand seit 1984 eine Partnerschaft. Alle zwei Jahre besuchte man sich. 

„Verursacht“ hatte Heinz Steinbeck diese Partnerschaft, denn diesen Kirchweyher Feuerwehrmann hatte es beruflich nach Rückersdorf verschlagen, wo er sich sofort der Freiwilligen Feuerwehr anschloss. Dazu gehörte auch Günter Gabsteiger. Der Weyher Heinz Steinbeck sorgte dafür, dass die dortigen Mitglieder ihn 1984 zum ersten Mal nach Kirchweyhe begleiteten, wo sie das Erntefest mitfeierten.

Gegenseitige Besuche bis zum Jahr 2002

Bis 2002 hielten diese gegenseitigen Besuche an und persönliche Freundschaften entstanden. Seitdem gibt es diesen Austausch nicht mehr, aber auf privater Ebene pflegten einige Familien die Freundschaft weiter.

Günter Gabsteiger hatte schon einige Male geplant, mit dem Auto nach Kirchweyhe zu fahren, aber daraus wurde nichts. Daher nahm er sich vor, nach Eintritt in den Ruhestand zu Fuß dorthin zu wandern. Diesen Vorsatz setzte er nun in die Tat um.

Er packte 25 Kilogramm Marschgepäck in seinen Rucksack und hängte zwei Wanderstöcke daran, die er allerdings nicht benötigte.

Nach 17 Tagen wollte er sein Ziel erreichen. Das ist ihm auch gelungen, „kostete“ ihn aber zwei Tuben Arnikasalbe für die Füße. Pro Tag legte er etwa 30 Kilometer zurück und orientierte sich dabei mit einem Fußgänger-Navi und einer Wanderkarte. Abends führte er in der Herberge Tagebuch und ermittelte das Wanderziel für den nächsten Tag. Meistens erreichte er dieses Ziel auch, aber wenn das angepeilte Quartier wegen eines Ruhetags geschlossen war, wie in Ochtmannien, musste er noch ein Stückchen weiter laufen.

Durch fünf Bundesländer gewandert

Auf seiner Wanderung kam er durch fünf Bundesländer: Bayern, Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. „An der Oberweser bin ich sogar zweimal durch Nordrhein-Westfalen gewandert“, berichtet er. Gemerkt hatte er das an Wahlplakaten, die an den Wegen hingen.

Das letzte Teilstück von Heiligenfelde nach Kirchweyhe war für Günter Gabsteiger nur noch ein etwas längerer Spaziergang. Pünktlich traf er bei Karin und Harald Scholz ein, wo er mit Kuchen begrüßt wurde.

Zwar hatte er das Gefühl, unterwegs einige Kilo abgenommen zu haben, aber die werden wohl wieder draufgepackt, denn er freut sich auf Matjes, Bratkartoffeln und Knipp. Den Anfang der Besuchstour machte er mit Ex-Ortsbrandmeister Heinz Hermann und Elisabeth Steinbeck in der „Destille“, und am Donnerstag folgte eine Fete mit den Kirchweyher Alterskameraden, ehe er an diesem Wochenende zurück nach Franken fährt. Diesmal allerdings mit der Bahn.

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