Tafeln wie Schneewittchen und die sieben Zwerge

Tagespflegestelle in Dreye nimmt Betrieb auf

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Im Spielzimmer haben es sich (v.l.) Annika Grün, Stella Arnold mit Sohn Erik und Leo gemütlich gemacht.

Dreye - Von Angelika Kratz. Neugierig schaut der kleine Leo durch den Türspalt. Aber es sind noch nicht die sehnsüchtig erwarteten Tageskinder, die seine Mutti Annika Grün in Kürze mit ihrer Freundin Stella Arnold betreuen wird. In Dreye am Dammweg 52 ist in der neuen Großtagespflegestelle fast alles fertig.

Nur im Außenbereich pflastert ein Handwerker einen neuen Weg, und im Garten müssen Rutsche, Schaukel und Wippe noch den optimalen Platz bekommen – alles wie im Innenbereich für die ganz kleinen Kinder zwischen ein und drei Jahren ausgerichtet.

Die „Villa Kunterbunt“, wie die neue Großtagespflegestelle im Ortsteil an der Weser ganz nach dem Kinderbuchklassiker Pipi Langstrumpf heißt, ist so gut wie betriebsbereit. Sie ist damit die dritte privat betriebene Kita neben Melchiorshausen und Sudweyhe.

Wenn beste Freundinnen wie Annika Grün und Stella Arnold gemeinsam einen Plan schmieden, eine Ausbildung als Tagesmütter und das geeignete Objekt mit einer zügig erteilten Nutzungsänderung dazukommen, kann sich die Gemeinde über die neue, dringend benötigte Tagespflegestelle freuen. Sie ist ausgelegt für acht Kinder bis zum dritten Lebensjahr. Nach unten gebe es eigentlich keine Grenzen, berichten die engagierten Mütter.

Jeden Tag wird frisch gekocht

Der kleine Leo döst in der Zwischenzeit ein wenig auf dem Arm von Stella Arnold. Der knapp Einjährige ist müde und schaut ein bisschen sehnsüchtig auf die blauen Bettchen im Ruhebereich. Frisch bezogen mit Bettwäsche der Raupe Nimmersatt können dort fünf Kinder ganz nach Bedarf ihr Nickerchen halten. „Süße Träume“ wünscht ein Sticker an der Wand. Reichlich Platz gibt es für die Windelträger am Wickeltisch. Wer sich schon groß genug fühlt, kann sogar alleine über eine kleine Treppe auf den Wickeltisch klettern, nur das Windelnwechseln müssen dann doch Annika Grün und Stella Arnold übernehmen. Wie bei Schneewittchen und den sieben Zwergen ist im Esszimmer der Tisch bereits mit buntem kindgerechten Plastikgeschirr eingedeckt. Wenn nicht gegessen wird, dient die lange Tafel zum Malen, Basteln und Kneten.

In der Küche gleich nebenan kochen die beiden Tagesmütter abwechselnd jeden Tag frisch, und wer von den Kindern Lust hat, darf mithelfen. Der Essensplan ist kindgerecht und sollte alle Geschmäcker abdecken. „Einmal in der Woche gibt es Süßes wie Milchreis, einmal in der Woche Fisch, ansonsten viel frisches Gemüse.“

Die Eltern können alle Informationen nicht nur hinsichtlich des Speiseplans per „Elternpost“ in einem großen hölzernen Apfel im Eingangsbereich sehen. Dort gibt es Platz genug zum Aus- und Umziehen, zum Abschied nehmen und Kuscheln. Nicht nur Kinder brauchen eine Eingewöhnungsphase, auch Eltern von noch ganz kleinen Kindern müssen sich erst ans Abschied nehmen gewöhnen. Im Spielparadies erwartet die neuen Tageskinder altersgerechtes Spielzeug in „Kindergartenqualität“, wie die Tagesmütter ihren hohen Anspruch betonen. Kinderküche, Bällebad mit Rutsche, Lauflernspiegel für die Allerkleinsten, Krabbelhöhle, Puppenwagen, Autos und viele Bilderbücher sollten keine Langeweile aufkommen lassen. Viele Quietscheentchen warten im Badezimmer auf die Zahnbürsten, und für stolze Toilettengänger wurde ein kindgerechter Sitz auf dem „Thron“ installiert.

Der Morgenkreis und die regelmäßigen Ausflüge an die frische Luft im eigenen Garten und zum nahe gelegenen Spielplatz gehören zum Tagesablauf. Die Eltern sollen ganz bewusst in das Konzept der „Villa Kunterbunt“ eingebunden werden.

Noch gibt es zwei freie Plätze ganz nach Wunsch entweder in der Betreuungszeit von Stella Arnold von 7 bis 16 Uhr oder von 8 bis 13 Uhr von Annika Grün. Auskunft gibt es bei Stella Arnold unter Tel. 0176 /43 59 77 78 oder Annika Grün unter Telefon 0173/91 69 923.

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