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Tafel Syke: Betrieb dank Autohaus-Spende für Wochen gesichert

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Von: Sigi Schritt

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Besucher des Weihnachtsmarktes in Weyhe haben im Autohaus-Brandt-Zelt für den guten Zweck Lose für je einen Euro gekauft. Dieses Geld plus einer Aufstockung überreichten Bernd Bielefeld (2.v.l.) sowie Stephanie von Ahsen (2.v.r.) vom Autohaus Brandt symbolisch an die Tafel-Vertreter Carla Pfitzner (l.) und Ralf Grey.
Besucher des Weihnachtsmarktes in Weyhe haben im Autohaus-Brandt-Zelt für den guten Zweck Lose für je einen Euro gekauft. Dieses Geld plus einer Aufstockung überreichten Bernd Bielefeld (2.v.l.) sowie Stephanie von Ahsen (2.v.r.) vom Autohaus Brandt symbolisch an die Tafel-Vertreter Carla Pfitzner (l.) und Ralf Grey. © Sigi Schritt

Einige Wochen ist der Betrieb der Tafel Syke trotz enormer Preissteigerungen gesichert ‒ dank einer Spende vom Kirchweyher Autohaus Brandt.

Um den laufenden Betrieb zu gewährleisten, muss die Tafel in Syke mit den Ausgabestellen in der Hachestadt, in Weyhe sowie in Bruchhausen-Vilsen tief in die Tasche greifen. Allein die Dieselkosten für die Transporter hätten sich seit Beginn des Ukraine-Krieges massiv erhöht: Von 3 500 Euro pro Jahr auf das Doppelte. Deshalb komme die Finanzspritze des Autohauses Brandt gerade recht, sagen die Tafelvertreter Ralf Grey, Mitglied des Leitungskreises, und Carla Pfitzner von der Ausgabestelle in Weyhe.

3543 Lose auf dem Kirchweyher „Weyhnachtsmarkt“ zugunsten der Tafel verkauft

Stephanie von Ahsen und Bernd Bielefeld, Geschäftsführer des Autohauses Brandt, haben jetzt einen Betrag in Höhe von rund 4 500 Euro übergeben. Das Geld stammt zum größten Teil aus den Losverkäufen auf dem Kirchweyher „Weyhnachtsmarkt“ (wir berichteten). Jedes Los war für einen Euro zu bekommen. Insgesamt wurden 3 543 Lose verkauft, blickt Mitgeschäftsführer Günter von Ahsen zurück. Das sei ein hervorragendes Ergebnis, schwärmt er. Diesen Betrag habe das Autohaus um 1 000 Euro aufgestockt. Günther von Ahsen kündigt an, diese Organisation auch weiterhin unterstützen zu wollen.

Mit der jetzt gespendeten Summe würde die Tafel für die nächsten Wochen über die Runden kommen, so Ralf Grey. Es gelte, neben den Dieselkosten, weitere Verbrauchskosten, zu denen Strom, Wasser und Gas zählen, zu begleichen. Musste die Tafel jährlich für Gas 1200 Euro bezahlen, seien es nach einem neu abgeschlossenen Rahmenvertrag 7200 Euro an Abschlägen. „Das sind laufende Fixkosten, die wir bedienen müssen“, so Grey.

Die Wunschliste, die die Tafel hat, sei lang: ein neuer Gabelstapler sowie ein neues Auto. Und dann wäre noch die Sache mit einer Schimmelwand: Die gebe es in der Syker Hauptstelle, einem Wohnhaus in der Nähe des Feuerwehrturmes mit mehreren Garagen. Allerdings würde der Schimmel bekämpft, und er sei eingekapselt.

Weyhe ist die größte Ausgabestelle der Tafel Syke mit 816 Kunden

„Die Tafel ist ein Lebensmittelladen“, erläutert Grey. Deshalb werde Hygiene großgeschrieben. Man könne den Schimmel dort nicht ohne viel Aufwand beseitigen – man müsse am Dach Hand anlegen. „Das Haus ist sanierungsbedürftig, aber nicht sanierungswürdig“, so Grey. Außerdem gebe es für so viele Kunden und Helfer nur eine Toilette. Die Tafel setzt auf ein neues Domizil: Es soll eine Halle gebaut werden. „Die Weichen dafür sind gestellt“, ergänzt Grey.

Beengte Räume sollen dann der Vergangenheit angehören. Denn es gilt, Waren für insgesamt 2000 Kunden zu verteilen. Es würden auch Kinder versorgt – 630 Mädchen und Jungen. In allen drei Ausgaben arbeiten mehr als 120 ehrenamtliche Helfer unter dem Dach des Kirchenkreises Syke-Hoya.

„Weyhe ist die größte Ausgabestelle“, sagt Grey. Den 38 Helferinnen und Helfern stehen dort derzeit 816 Kunden (264 Kinder) gegenüber. Weitere rund 800 sind in Syke und rund 300 entfallen auf die Ausgabestelle in Bruchhausen-Vilsen.

Gibt es auch einen Wunsch in Weyhe? Carla Pfitzner muss nicht lange überlegen. Sie wünscht sich für die Ausgabestelle am Kirchweyher Richtweg noch einen Kühlschrank.

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