Arbeitsprozesse um 180 Grad gedreht

Ausgabestelle Weyhe der Syker Tafel: Corona-Hygienekonzept gut angelaufen

Gebäude der Ausgabestelle Weyhe am Richtweg 59 in Kirchweyhe
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Coronakonformes Hygienekonzept in Weyhe: Die Kunden der Ausgabestelle am Richtweg 59 in Kirchweyhe müssen sich zuerst an Vordereingang melden und den symbolischen Preis von zwei Euro bezahlen.

Zweimal in der Praxis angewandt, zweimal mit positivem Ausgang. Das neue Hygienekonzept der Tafel Syke am Weyher Standort funktioniert, sagen Ausgabenstellenleiterin Carla Pfitzner und Tafelsprecher Ralf Grey.

Weyhe – Die ersten beiden Termine seit der coronabedingten Schließung im Dezember „haben gut geklappt“, meint Pfitzner, „und die Kunden fanden es auch toll.“ Ein durchaus positives Zwischenfazit, wenn man bedenkt, dass „sich unsere Arbeitsprozesse“, so Grey, „um 180 Grad gedreht haben.“

Die Mitarbeiter der Syker Tafel geben jetzt nämlich bereits fertig gepackte Lebensmittel-Tüten an ihre Kunden heraus (wir berichteten). In Kirchweyhe am Richtweg 59 stehen trotz neuem Ausgabe-Konzept ausreichend ehrenamtliche Helfer zur Verfügung. Das liegt unter anderem daran, dass der Arbeitsaufwand sich lediglich verändert. „Unsere Arbeit hat sich nur verlagert, ist aber nicht unbedingt mehr geworden“, berichtet die Ausgabestellenleiterin. „Die Lebensmittel-Tüten zu packen, ist zwar aufwendig und dauert lange, aber die Ausgabe geht sehr schnell.“

Nachdem die Kunden sich am Vordereingang gemeldet haben, gehen sie rechts am Gebäude entlang zum Nebeneingang. Dort können sie ihre bereits fertig gepackten Lebensmittel-Tüten abholen.

Indem die Tafel ihre Kunden auf mehr Gruppen mit insgesamt weniger Personen aufteilt, sollen unnötige Wartezeiten vor der Ausgabestelle vermieden werden. „Wir haben es so geregelt, dass die Kunden unsere Räume gar nicht betreten“, erzählt Pfitzner. Das läuft bislang gut: „Die Kunden müssen nicht lange warten“. Deswegen will die Tafel auch bei schlechtem Wetter an ihrem Konzept festhalten. Denn eine große Schlange habe sich in Kirchweyhe nämlich bislang noch nie gebildet.

Tafelsprecher Ralf Grey bedauert: „Es ist traurig, dass sie überhaupt draußen bleiben müssen, aber es geht nicht anders.“ Vor dem Hintergrund einer möglichen dritten Welle habe sich die Tafel Syke für ein derart striktes und strenges Konzept entschieden, „damit wir auch dann, wenn es wieder härtere Regeln gibt, für unsere Kunden offen bleiben dürfen“.

Unsere Arbeit hat sich verlagert, ist aber nicht unbedingt mehr geworden. Die Lebensmittel-Tüten zu packen, ist zwar aufwendig und dauert lange, aber die Ausgabe geht sehr schnell.

Carla Pfitzner

Obwohl das Konzept genaue Regeln vorsieht, kann es an die individuellen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden: Die Verantwortlichen überlegen, in Zukunft neben der Standard-Tüte auch eine vegetarische Tüte anzubieten. Eine vegane Version sei aber nicht geplant. „Das wäre zu speziell“, erklärt Carla Pfitzner.

In diesem Mona bietet die Tafel Syke am Standort in Weyhe jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr möglichen Neukunden an, einen Tafel-Ausweis zu beantragen. Dafür sei der Personalausweis und ein Einkommensbescheid mitzubringen. Ab April ist das nur noch zu den Öffnungszeiten während der Lebensmittelausgabe möglich.

Nächste Lebensmittelausgabe: Freitag, 12. März, von 12 bis 14 Uhr am Richtweg 59 in Kirchweyhe.

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