Gemeinde setzt Belohnung aus

Täter machen mit Hölzern und Kleber KGS-Schlösser kaputt

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Noch ist das Schloss nicht ausgetauscht: Im Zylinder steckt ein Hölzchen, den Unbekannte mit Superkleber fixiert haben. Die Folge: Die Tür lässt sich von außen nicht aufschließen. 

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. „Ich habe so einen Hals. Es ist ein Riesenärgernis“, kommentiert Fachbereichsleiter Matthias Lindhorst die jüngsten Vandalismusschäden auf dem Gelände der KGS Kirchweyhe.

Bereits im Dezember hatten unbekannte Täter an verschiedenen Eingangstüren 15 Schlösser unbrauchbar gemacht. Tage später suchten die die ungebetenen Gäste erneut die KGS auf und überdrehten am Erweiterungsbau zwei Türgriffe mit Gewalt derart, dass auch diese Schlösser kaputt gegangen sind – es ist ein Schaden von mindestens 5 000 Euro entstanden.

„Dieser Betrag wird den Bürgern an der einen oder anderen Stelle fehlen“, benennt Lindhorst die Folge, es sei denn, die Gemeinde ergreift die Täter. „Dann gehen wir eisenhart hinterher und holen uns jeden Cent wieder“, kündigt Lindhorst an. Deshalb setzt die Gemeinde eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Verursacher führen.

Rolf Kennert, seit vielen Jahren Hausmeister an der Schule, berichtet, dass Türen am Haupt-, an den Nebengebäuden einschließlich der Mensa und der Sporthalle betroffen sind. „Die Zylinder müssen ersetzt werden. Der Austausch ist deshalb so teuer, weil es sich um eine Schließanlage handelt“, erklärt Lindhorst.

Kennert konnte nur deshalb den Schulbetrieb sicherstellen, weil die Täter einige Türen übersehen hatten, und jeder Eingang von innen aufschließbar sei.

„Die Tat ist nicht zu entschuldigen“

Die Gemeinde verfolge zwar eine Null-Tolleranz, will aber nicht zwingend ein gerichtliches Verfahren durchziehen, äußert sich Lindhorst. Das gelte für die Täter, die aus seiner Sicht „kleine Brötchen“ backen, also geständig und reuig sind, und sicherstellen, dass die Gemeinde alle Schäden ersetzt bekommt.

Das könne kein Dummejungenstreich sein. Darin sind sich sowohl Matthias Lindhorst, sondern auch Ina-Pundsack-Bleith, Stellvertreterin des Bürgermeisters einig.

„Die Tat ist nicht zu entschuldigen“, so Pundsack-Bleith egal, welche Gründe dahinterstecken mögen. „Wir fragen uns nun, ob jemand sich wegen seiner Tat in Facebookgruppen rühmt, welch Heldenstück er vollbracht habe.“

Natürlich sei das keine Heldentat, sondern eine Straftat, nämlich eine sogenannte gemeinschädliche Sachbeschädigung, erläutert Lindhorst. Im Falle einer Verurteilung droht den Tätern maximal eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

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