Täglich 18 Stunden am Set verbracht 

Ehemalige Weyherin Simona Theoharova produziert eigenen Film

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Eine Szene während der Produktion: Johanna Reimann ist für den Ton verantwortlich. Lin Hektoen führt Regie und schaut, dass Kameramann Zé de Paiva (auf der Schaukel) die Hauptdarstellerin Johanna Debes drehbuchgemäß filmt.

Leeste - Von Maren Jensen. Die ehrgeizige Maklerin Miriam gerät in eine Krise. In einem 25-minütigen Kurzfilm versucht sie sich gesellschaftlichen Strukturen anzupassen. Sie soll das maximale Geld aus Menschen und Wohnungen herauspressen, doch die bulgarische Immigrantin kommt an ihre Grenzen. In dem Film „Mairim“, rückwärts gelesen Miriam, geht es um die Liebesbeziehung zu sich selbst. Die in Leeste aufgewachsene Schauspielerin Simona Theoharova hat den Film produziert.

Theoharova entwickelte die Idee für den Film im Februar 2016 mit ihrer Schauspielkollegin Johanna Debes. Ab September drehten die beiden mit einer fünfköpfigen Gruppe in Berlin und Beimoor bei Hamburg. „Wir versuchten das Team so klein wie möglich zu halten, Produktionsassistenten und Tontechniker wechselten jedoch häufiger einmal“, sagt die 30-Jährige. Wichtig sei vor allem eine starke, leidenschaftliche Mannschaft, sagt sie. 18 Stunden verbrachte die Schauspielerin täglich am Set. In 30 der insgesamt 40 Szenen ist sie selbst vor der Kamera zu sehen. In der Rolle von Mairim spielt sie den anderen Teil von Miriam, der sich in sie zurückdrängen möchte. „Auch wenn es sehr viel Arbeit war, habe ich es sehr genossen, einmal selbst die Produzentin zu sein. Ich hatte alles selbst in der Hand und war dadurch sehr unabhängig“, sagt Theoharova.

Erfahrung sammelt Theoharova im ARD-Tatort

Die Schauspielerin lebte sieben Jahre lang in Leeste und machte ihr Abitur an der KGS. Danach studierte sie Psychologie in Münster. „Ich wollte etwas in der Hand haben, bevor ich mich ganz dem Schauspiel widme“, sagt Theoharova. Vor allem ihre Mutter habe sie dazu ermutigt. Die 30-Jährige spielte schon in mehreren Film- und Fernsehproduktionen mit. Erfahrungen sammelte sie unter anderem im ARD-Tatort. Gerade drehte sie einen Krimi in Berlin. „Ich spiele am liebsten Drama. Ich liebe tiefer gehende und ernsthaftere Themen“, sagt sie. Auch auf der Theaterbühne stehe sie gerne. „Besonders Improvisation ist eine meiner Stärken.“

Simona Theoharova ist in Leeste aufgewachsen, studierte Psychologie und spielte bereits beim ARD-Tatort mit.

Ihre erste Rolle hatte Theoharova in der Theater- AG der KGS Leeste. „Das war im Sommernachtstraum“, erinnert sie sich. Schon damals habe sie an den Stücken mitgeschrieben und sei am liebsten in dramatische Rollen geschlüpft. „Ich hatte auch einen ganz tollen Lehrer, der mich richtig dazu ermutigt hat, Schauspielerin zu werden“, sagt sie. Im nächsten Jahr möchte sie auch an einer eigenen Serie arbeiten. Aufgrund ihrer bulgarischen Wurzeln wird „Mairim“ zu 20 Prozent in bulgarischer Sprache zu hören sein.

"Vielleicht wird es noch einen zweiten Teil geben“

„Mairim“ soll erstmals Ende Januar auf Festivals präsentiert werden. „Wer weiß: wenn der Film gut ankommt, wird es vielleicht noch einen zweiten Teil geben“, sagt Theoharova. Für die sogenannte Postproduktion des Films fehlt der 30-Jährigen jedoch noch ein finanzielles Polster. Interessierte können für ihr Projekt spenden und sich über den Film informieren. Technik, Verpflegung, Unterkunft, Drehorte und Kostüme organisierte und bezahlte die Schauspielerin aus eigener Tasche. Nun fehlen noch Mittel, um Fahrt- und Druckkosten sowie die Festivaleinreichungen zu schultern.

mairimderfilm.wordpress.com

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