Lea Taddicken gibt in ihrer Bachelorarbeit Handlungsempfehlungen: Naherholung soll ausgeweitet werden

Ideen für den Weyher Tourismus

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Lea Taddicken hat für ihre Arbeit auch die Prospekte überprüft: Mit dem Wirtschaftsförderer Dieter Helms schaut sie sich die vielen verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten an.

Leeste - Von Vanessa Siemer. Weyhe ist nichts für Touristen? Nein, das stimmt nicht: „Die Gemeinde besitzt ein touristisches Potenzial, das kontinuierlich ausgebaut werden sollte.“ Das zumindest ist das Fazit von Lea Taddicken, die in ihrer Bachelorarbeit die Sehenswürdigkeiten der Wesergemeinde untersucht hat.

„Es war mir wichtig, dass meine Bachelorarbeit auch einen Nutzen hat und nicht einfach in einer Schublade verschwindet“, erklärt die 24-Jährige aus Diepholz, die bereits seit fünf Jahren in der Gemeindeverwaltung tätig ist. Für ihre Abschlussarbeit folgte sie dem Vorschlag von Wirtschaftsförderer Dieter Helms und wählte das Thema „Tourismus in Weyhe“.

Taddicken, die Verwaltungsbetriebswirtschaft in Hannover studiert hatte, sieht drei Schwerpunkte in der Wesergemeinde: „Wasser“, „Rad/Wandern“ und „Eisenbahn“.

Sie kommt in ihrer Untersuchung zu der Erkenntnis, dass die Gemeinde die Aufgaben im Tourismusmarketing nicht alleine bewältigen kann. Nötig sei daher die Zusammenarbeit mit vielen Akteuren.

Lea Taddicken zählt dabei öffentliche und private Akteure auf und nennt beispielsweise die Mittelweser-Touristik, die Gästeführung und die ansässigen Werbe- und Interessengemeinschaften. Die Ziele der Gemeinde sollten daher eine positive Außendarstellung, eine lückenlose Informationskette und gute Zusammenarbeit mit den Akteuren sein. Es sei wichtig, ein Netzwerk von Akteuren zu haben und immer wieder Akzente zu setzen, stimmt Helms zu.

Ihre Verbesserungsempfehlungen für den Tourismus in Weyhe bauen auch auf eigenen Erfahrungen auf. Als die Diepholzerin das erste Mal am Kirchweyher Bahnhof ankam, habe sie sich nicht orientieren können, weil Hinweise fehlten. Die 24-Jährige wünscht sich mehr Schilder, damit die Besucher ihre Ziele besser finden können. Außerdem hat sie sich in ihrer Arbeit mit der sogenannten Weyhe-Tour beschäftigt. Dafür habe sie unter anderem eine Alternativroute für Kinder entworfen, die beispielsweise Spielplätze enthält. Das Programm für die jungen Menschen ist ihrer Ansicht nach noch nicht so breit aufgestellt.

Ein weiterer Vorschlag: Die Museumslok könnte als Start- und Endpunkt für einen Spaziergang dienen, um die Eisenbahngeschichte erlebbar zu machen.

„Insgesamt habe ich die Handlungsvorschläge so gestaltet, das sie umsetzbar sind“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin. „Die Ergebnisse bieten eine gute Arbeitsempfehlungen für die Zukunft“, kommentiert Wirtschaftsförderer Dieter Helms ihre Arbeit.

Auch wenn Weyhe vielleicht nicht als touristischer Besuchermagnet bekannt ist, gibt es viele Möglichkeiten für Bürger der Gemeinde und deren Besucher, dort die Freizeit zu verbringen. Die zahlreichen Prospekte, die im Rathaus zu finden sind, bieten eine Übersicht.

So geben die Broschüren etwa auch darüber Auskunft, dass zum Beispiel der Jakobsweg, ein Pilgerweg nach Santiago de Compostela, mitten durch Weyhe verläuft. Auch der Gedenkstein für Mariechen Lehmkuhl in Ahausen und seine Geschichte ist nur wenigen bekannt. „Wir sind sicherlich keine Tourismus-Hochburg, aber es kommen viele Besucher nach Weyhe. Bei der Touristenanzahl gibt es noch Luft nach oben, da werden wir weiterhin ansetzen“, sagt Ina Pundsack-Bleith. Dabei behilflich sind die Verbesserungsvorschläge von Taddicken. „Es gibt viele Ideen, wann und wie wir sie umsetzen, müssen wir mit der Politik abstimmen“, erklärt die Vertreterin des Bürgermeisters auf Nachfrage.

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