Specht-Gruppe investiert 15 Millionen

Teilabriss auf Gut Sudweyhe: Neue Gebäude für ein Seniorenquartier 

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Das Gutsgelände bekommt ein neues Erscheinungsbild. Den Beginn markieren Abrissarbeiten. 

Auf dem Gelände des brachliegenden Sudweyher Gutshofs soll auf einem 9 500 Quadratmeter umfassenden Areal ein Seniorenquartier entstehen. In der vergangenen Woche sind die Abrissarbeiten gestartet – eines von drei Gebäuden ist bereits dem Erdboden gleichgemacht.

Weyhe - Insgesamt rund 15 Millionen Euro investiert die Specht-Gruppe, um gegenüber der Wassermühle – an den Straßen Im Mühlengrunde Ecke Achter de Beeke – eine Seniorenresidenz mit 18 Pflegesuiten sowie 85 stationären Pflegeplätzen entstehen zu lassen. Der Unternehmer Rolf Specht will Senioren, „die sich nicht mehr allein versorgen können“, ein neues Zuhause „mit Hotelcharakter“ anbieten. Er setzt dabei auf Einzelzimmer, die allesamt über ein eigenes Bad verfügen.

„Bedarf an Pflegeplätzen ist in Weyhe groß“

„Der Bedarf an Pflegeplätzen ist in Weyhe groß“, sagte er gestern auf dem Gelände bei einer Stippvisite. Der geschäftsführende Gesellschafter der Specht-Gruppe könnte sich vorstellen, im Seniorenquartier Gutshof einen Platz für sich persönlich zu sichern.

Das Gelände, das seine Gruppe gekauft hat, kenne er seit Jahrzehnten, blickt Specht zurück. Der Unternehmer bezeichnete das Areal gegenüber Bürgermeister Frank Seidel sowie Bente Dahmke und Michael Frenz vom Bremer Büro Architekten FSB als „die schönste Ecke von Weyhe“.

Schauen sich die Abbrucharbeiten an: Frank Seidel (l.) und Rolf Specht. Foto: Sigi Schritt

Vor zweieinhalb Jahren hatte Rolf Specht einfach beim damaligen Eigentümer an der Haustür geklingelt und sich erfolgreich darum bemüht, ein Teil seines Areals zu erwerben, um dem Gutshof neues Leben einzuhauchen. Im Rahmen des Projektes werden drei der vier bestehenden Gebäude zunächst abgetragen und nach altem Vorbild wieder aufgebaut. Die Gebäude waren nicht denkmalgeschützt. Das Fachwerk war nämlich nur eine Attrappe. Nicht die von außen sichtbaren Balken, sondern ganz andere hatten in den Gebäuden aus den 1960er-Jahren eine tragende Rolle übernommen. 

Abrissarbeiten auf dem Gelände des Sudweyher Gutshofs

In der vergangenen Woche sind die Abrissarbeiten gestartet. © Sigi Schritt
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In der vergangenen Woche sind die Abrissarbeiten gestartet. © Sigi Schritt

Das wird schnell deutlich, wenn man einen Blick in das Innere eines noch bestehenden Stalls wirft. Den Raum füllten früher zum Beispiel Kühe, Schweine und Silage. Große wie kleine Maschinen und der dazu passende Fuhrpark hatten dort einen Unterstand, und Mitarbeiter des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebs fanden dort eine Wohnung. Eine Uhr mit Glocke, die einmal auf einem Turm eines Gebäudes schlug, soll ebenfalls in das neue Ensemble integriert werden, so Specht. Ein Abbild des Originals von einst wurde in historische Darstellungen von Sudweyhe eingearbeitet.

Seniorenqartier: Zwölf barrierefreie Wohnungen

Zurück zu den neuen Bauten: Sie sollen so angeordnet werden, dass der Hofcharakter laut Architekt Michael Frenz erhalten bleibt. Neben den stationären Pflegeplätzen soll noch viel mehr entstehen. Die Specht-Gruppe schafft Platz zum Beispiel für eine Pflege-Wohngemeinschaft, die über zwölf Zimmer verfügen soll. Im Ober- und Dachgeschoss liegen zudem zwölf barrierefreie Wohnungen mit Balkon. Die Größen variieren zwischen 45 und 112 Quadratmetern und haben zwei bis drei Zimmer.

Ein Gebäude bleibt allerdings bestehen: Es handelt sich um die Getreidescheune aus dem Jahr 1750. Wo früher einige 100 Tonnen Getreide lagerten, entstehen Räume, in denen die Bewohner mit Angehörigen private Feiern organisieren können. In der neuen Küche, die ebenfalls integriert wird, soll täglich für die Bewohner frisch gekocht werden. Die ehemalige Scheune bekommt Richtung Achter de Beeke weiterhin einen öffentlich Platz – der auch mit Spielgeräten ausgestattet werden soll.

Die historische Zehntscheune bleibt erhalten. In das Gebäude soll ein öffentliches Café integriert werden, in dem auch ein Brötchenverkauf stattfinden soll. Foto: Sigi Schritt.

Eine Betreiberin für das neue Seniorenquartier gibt es schon: Es handelt sich um Emvia Living aus Hamburg.

Bei der Neuordnung des Ensembles wird es allerdings keinen neuen fußläufigen Weg geben, der zum Beispiel den Edeka-Markt in Kirchweyhe direkt verbindet. Allerdings wird in der Getreidescheune ein öffentlich zugängliches Café integriert. Bürgermeister Frank Seidel merkte an, dass der künftige Betreiber auch über einen Brötchenverkauf nachdenken möge. Eine Fertigstellung wird im ersten Quartal des kommenden Jahres erwartet.

Am Rand der Stippvisite war zu erfahren, dass die Specht-Gruppe außerdem eine angrenzende Fläche von 2 000 Quadratmetern erworben hat, auf denen die Projektentwicklerin und Bauträgerin mehrere Wohneinheiten errichten will. Wie viele dort hinkommen, hänge von der Genehmigung ab. Die Anzahl variierte auf Nachfrage zwischen zehn und 30.

Info: Die Specht-Gruppe

Die Specht-Gruppe hat nach eigenen Angaben in Weyhe bereits drei Pflegeeinrichtungen gebaut: zwei davon in Kirchweyhe in den 1990er-Jahren sowie in Leeste (2005). Die drei Pflegeeinrichtungen wurden bis Ende 2015 selbst betrieben, dann wurde die Betreibergesellschaft an einen Konzern verkauft. Darüber hinaus hat die Specht-Gruppe Anfang der 1990er-Jahre eine betreute Wohnanlage für Senioren, die Wohnanlage Pro Domo/Rosengarten, errichtet. Sie wird vom Weser Pflegedienst, der ebenfalls zur Specht Gruppe gehört, betrieben. Interessierte können sich bei der Betreibergesellschaft des Seniorenquartiers Gutshof Sudweyhe, Emvia Living aus Hamburg, unter Ruf 04203 / 7409060 oder per Mail an info@seniorenquartier-sudweyhe.de melden.

Die Specht-Gruppe mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Rolf Specht ist seit 1988 als Projektentwicklerin am Markt und hat bereits mehr als 100 Pflegeimmobilien realisiert. Zur Unternehmensgruppe gehören außerdem eine stationäre und ambulante Rehaklinik sowie ein ambulanter Pflegedienst als auch rund 500 Senioren-Wohnungen in Bremen und Niedersachsen.

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