Auf der Suche nach guten Ideen

Dennis Kipker will Weyher Verband der Jungen Union gründen

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Gute Ideen werden nicht abgeschmettert: Dennis Kipker setzt sich dafür ein, dass das geduldete Parken auf dem Kirchweyher Bahngelände offiziell möglich ist und das Areal sein Schmuddelimage ablegt.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Um den politischen Nachwuchs zu finden und zu fördern, will Dennis Kipker von der Jungen Union (JU) noch in dieser Woche einen Weyher Verband gründen. Die Gründungsveranstaltung ist für Samstag in der Zeit von 9 bis 11 Uhr im Gasthaus Ribecca geplant.

Der Leester bittet sowohl Jugendliche ab 14 Jahren sowie Erwachsene bis 35 Jahren zum Treffen. „Eine Mitgliedschaft in der JU ist von der in CDU völlig unabhängig“, betont Kipker. „Der Jugendverband der CDU und CSU hat einen eigenständigen Standpunkt“, sagt der 30-jährige promovierte Jurist, der selbst nicht nur im JU-Kreisvorstand aktiv ist, sondern auch als Christdemokrat Mitglied des Gemeinderats und Ausschussvorsitzender.

„Politik bedeutet Diskurs, der kann auch innerparteilich geführt werden. Da sehe ich keine Probleme.“ Entscheidungen habe der JU-Verband noch nie davon abhängig gemacht, was die Mutterparteien sagen, so der 30-Jährige. „Man kann prima eigene Standpunkte vertreten. Wenn die Idee gut ist, wird die Fraktion sie sicherlich nicht abschmettern.“ 

Parkplätze auf Schmuddelareal am Bahnhof

Kipker gibt ein Beispiel: Er hat sich für einen Ausbau des Park&Ride-Areals in Kirchweyhe eingesetzt und einen Antrag in die politische Diskussion eingebracht. Das sei ein Thema, was viele Pendler umtreibe, weiß er aus eigener Erfahrung. „Auf der einen Seite der Bahnstrecke haben wir einen schicken, modernen Kirchweyher Bahnhof, den die Gemeinde sehr gut saniert hat.“ Mehr noch: Von Kirchweyher Seite kommen die Fahrgäste sogar bequem mit dem Fahrstuhl zum Gleis. 

Und was ist auf der anderen, also auf der Leester Seite los?, fragt Kipker. Er bezeichnet das Bahngelände, auf dem Pendler regelmäßig ihre Autos kreuz und quer – geduldet – abstellen, als einen unschönen „Blick in die 1980er-Jahre“. Dieses Schmuddelareal gelte es – so schnell wie möglich – für weitere, kostenlose Parkplätze offiziell herzurichten. Dieses Thema habe Kipker zunächst in der CDU-Fraktion vorgestellt. „Die anderen Mitglieder haben meinen Antrag unterstützt, und so wurde er in den öffentlichen Weyher Gremien verabschiedet. Ich werde die Ergebnisse verfolgen“, kündigte er an.

Realistische Vorhaben umsetzen

Dem neuen Weyher JU-Verband gehe es also nicht darum, „Traumschlösser“ bauen zu wollen, sondern „gute Ideen für die Wesergemeinde realistisch umzusetzen“, um das Ortsbild mitzugestalten. Projekte mit Bordmitteln anzugehen, sei das erklärte Ziel, so Kipker. Er selbst will nicht den Vorsitz übernehmen, kandidiert aber für den Vorstand. Er hofft, dass die politische Debatte neuen Schwung bekommt.

Außerdem wünscht sich der Leester, dass der Verband den Kontakt nach Bremen intensiviert. Gemeint sind nicht nur Verbindungen zu Gremienmitgliedern der Hansestadt, sondern auch zu potenziellen Arbeitgebern. So kann sich Kipker gut vorstellen, dass der neue Verband Besuche bei Airbus, Daimler oder Mondelez International ebenso organisiert wie Visiten etwa beim Fallturm der Universität Bremen oder beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Weiterhin sollen Persönlichkeiten der Hansestadt zu Vorträgen im Speckgürtel vorbeischauen.

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