Stündlich geben sich am DFB-Truck rund 240 Gäste die Klinke in die Hand, um den WM-Pokal zu sehen

Fans stehen bei „Fritz-Walter-Wetter“ Schlange

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Vor dem DFB-Truck bildet sich eine lange Besucherschlange.

Weyhe - Schier endlos lang war gestern die Warteschlange vor dem Truck, in dem der WM-Pokal stand. Auch Wiebke und Stefan Möller mit ihren beiden Söhnen Justus und Ben hatten die Wartezeit auf sich genommen und fanden die Trophäe „beeindruckend“.

Wie ihnen erging es mehr als 1000 Besuchern. Stündlich gaben sich rund 240 Gäste die Klinke in die Hand, während auf den Sportplätzen Fußball gespielt wurde. Zeitweise in strömendem Regen oder, wie Fußballer zu sagen pflegen, „bei typischem Fritz-Walter-Wetter“.

Geprägt wurde diese Aussage während der Weltmeisterschaft 1954, als der damals neunjährige Wolfgang Schaumann die Reportagen aus der Schweiz verfolgte. „Ich gehöre noch zur Radio-Generation“, erklärte der Vorsitzende des Gemeindesportrings Weyhe beim WM-Talk der Moderatorin Denise Hasselbring.

Am Fußball-Talk beteiligten sich auch Ex-Werder-Profi Frank Baumann, der ehemalige Werder-Bremen-Manager und jetzige UN-Sonderberater für Sport, Willi Lemke, Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Peter Gagelmann und Reporter „Rollo“ Fuhrmann. Dabei verriet Gagelmann, dass Schiedsrichter den Fußball möglicherweise mehr lieben als die Spieler, dass sie sich über schöne Spielzüge und herrliche Tore freuen, aber zu ihrem Bedauern nicht jubeln dürfen.

Baumann schilderte seine Enttäuschung nach dem verlorenen Endspiel 2002, als er am WM-Pokal nur vorbeigehen, ihn aber nicht mitnehmen durfte.

WM-Pokal in Weyhe - Teil 3

WM-Pokal in Weyhe - Teil 2

Trotz des Titelgewinns 2014 sei die Weltmeisterschaft 2006 für ihn das schönste Turnier gewesen, erinnerte sich „Rollo“ Fuhrmann und erzählte von Erlebnissen mit feiernden Fan-Gruppen aus England und den Niederlanden. Seit 2008 reist Willi Lemke als UN-Sonderberater für den Sport durch die Welt, „denn Sport ist überall auf der Welt ein Teil der Bildung“.

Der WM-Pokal in Weyhe

Weyher E- und F-Teams hatten sich Gäste aus dem Umland zu mehreren Turnieren eingeladen und nannten sich „Die Weyher“. Sie bildeten Spielgemeinschaften aus Kickern der vier Weyher Vereine TSV Weyhe-Lahausen, SC Weyhe, TSV Melchiorshausen und TuS Sudweyhe. Die Organisatoren vermissten allerdings Spieler des SV Dreye.

Regelmäßig traten vor der Show-Bühne Gruppen der Tanzschule von Nadine Reiners auf und setzten auch den WM-Hit „Ein Hoch auf uns“ in Bewegung um. Schlagersänger Micha Wagner eröffnete sein Programm mit seinem neuesten Hit „Bremen“ und nahm später ein Video zu seinem Song „Die Nummer 1 der Welt sind wir“ auf.

Der Bremer Fußballverband (BFV) nutzte als Gastgeber der Veranstaltung die Möglichkeit, sich und seine Angebote darzustellen. Besonders interessiert seien die Besucher an Hinweisen über die Trainer-ausbildung gewesen. „Auch eine Broschüre mit Hinweisen und Tipps für den Umgang und die Arbeit mit Flüchtlingen in den Vereinen war stark nachgefragt“, berichteten die beiden BFV-Mitarbeiterinnen Sandra Frerichs und Maren Madines. bt

Lesen Sie zum Thema auch: Högschde Vorfreude auf den WM-Pokal

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