Abstimmung am Dienstag

Straßennamen für Weyhe gesucht

Zwischen der Raiffeisenstraße und dem Hohen Geestweg liegt das Baugebiet „Westlich Hoher Geestweg“. Der Ausschuss sucht einen Namen für die Planstraße.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Gemeinde will der Planstraße, die sich im Bebauungsplan „Westlich Hoher Geestweg“ in Sudweyhe befindet, einen Namen geben. Über den Vorschlag des Bürgermeisters, die Straße in „Mekonikusweg“ zu benennen, soll die Politik am Dienstag um 18.30 Uhr im Bauausschuss abstimmen.

Eine Bezeichnung sei wichtig für die späteren Baugenehmigungen, erläuterte gestern ein Rathausmitarbeiter. Die Sitzungsunterlage gibt Auskunft, weshalb sich die Verwaltung für „Mekonikusweg“ entschieden hat: Dieser Name bezieht sich auf die Sudweyher Schlosserei Warneke, die laut Verwaltung seit dem Jahr 1910 um den Ausbau der Energieversorgung in den Höfen der damaligen selbstständigen Gemeinde verdient gemacht hat.

Maschinenbauer Heinrich Warneke organisierte mit einem sechs PS-Benzolmotor eine Stromversorgung für seinen Betrieb an der Sudweyher Dorfstraße. Wie die Recherchen des Gemeindearchivars Hermann Greve ergaben, hätten sich auch die Nachbarn interessiert gezeigt. Sie ließen sich Anschlüsse legen. Doch diese Technik reichte nur für eine Lichtversorgung aus. Schließlich dehnte Warneke die Stromversorgung laut Unterlage auf weite Teile des Dorfes aus. Für dieses Projekt erhielt er Unterstützung von einem Ingenieur der Siemens-Schuckert-Werke.

Im Jahr 1913 installierte Heinrich Warneke einen Sauggasmotor, der über 20 PS verfügte. Das reichte, um tagsüber so viel Energie in Batterien zu speichern, dass in den Abend- und Nachtstunden Licht brannte. Die Bevölkerung nannte Warneke „Mekonikus“. Dieser Begriff leitete sich von „Mechanikus“ ab.

Hinweis auf jahrhundertealte Bezeichnung

Außerdem stellt die Verwaltung mit „Hoher Weg“ einen Alternativ-Vorschlag vor. Der bezieht sich ebenfalls auf die Vergangenheit. Die Bezeichnung „Hoher Geestweg“ wurde laut Sitzungsunterlage 1950 eingeführt und war vermutlich ein Kunstprodukt. In Quellen des 17., 18., und 19. Jahrhunderts wird der Weg als „Hoher Weg“ bezeichnet. 

Und wo verlief er? Er führte in Nord-Süd-Richtung durch das „Alte Sudweyher Geestfeld“. Durch die Wiederverwendung für einen Straßennamen in unmittelbarer Nähe würde so der Vorschlag „in sinnvoller Weise auf die jahrhundertelang übliche Bezeichnung hinweisen“.

Außerdem gibt es eine weitere Straße, die auf der anderen Seite der Bahn liegt. Die neuen Häuser sollen laut Verwaltung über eine Privatstraße angeschlossen werden. Die müsse keinen separaten Namen tragen. Weiteres Thema der Bauausschuss-Sitzung im Rathaus: der Ortskern Dreye (wir berichteten).

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