Aufträge im Wert von einer Million

Straßenerhaltung: Gemeinde will 2019 Mittel verdoppeln

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Die Arbeiten an der Hördener Sandhöhe werden laut Verwaltung in Kürze abgeschlossen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. In Sachen „Straßenunterhaltung haben wir deutlich Nachholbedarf“, umreißt die Bürgermeister-Stellvertreterin Ina Pundsack-Bleith ein großes Problem. Zu viele Wege in der Wesergemeinde sind nicht mehr in einem guten Zustand – das gilt auch für Seitenräume. Deshalb wollen die Rathaumitarbeiter auf die Tube drücken.

Wie Pundsack-Bleith, Stellvertreterin des Bürgermeisters, am Donnerstag verkündete, plant die Verwaltung für 2019, die Haushaltsmittel für die Instandsetzung der Straßen und Wege zu verdoppeln – auf eine Million Euro.

Die Vertreter der Parteien müssen in den bevorstehenden Haushaltsberatungen grünes Licht für die erneute Aufstockung der Mittel geben. Seit 2017 pumpt die Gemeinde jährlich 500. 000 Euro in die Unterhaltung. Laut Pundsack-Bleith reicht die Summe – trotz einer damaligen Verdopplung – nicht aus. In den Jahren davor waren es „nur“ 250. 000 Euro, erinnert die Erste Gemeinderätin.

Die Verwaltung kündigte an, im kommenden Jahr grundsätzlich an ihrer bewährten Vorgehensweise festhalten zu wollen, sowohl dem eigenen Bauhof Aufträge zu geben als auch aufwendige Arbeiten an Unternehmen zu vergeben.

Dierk Heitmann aus dem Fachbereich 5 – Bau und Liegenschaften – gab einen Überblick über die Arbeiten, die die Gemeinde dieses Jahr auf den Weg gebracht hat. „Wir hatten bereits im Frühjahr drei Vergabeverfahren initiiert und den Firmen Freiheiten ermöglicht, ihre Bautätigkeit gleichmäßig über das Jahr zu verteilen, dafür sollten sie kostengünstigere Angebote abgeben.“

Rathausmitarbeiter Dierk Heitmann schaut sich die Fahrbahndecke des Wieselwegs an. Das Unternehmen aus Düsseldorf muss allerdings Reifenspuren in der Einmündung noch beseitigen. Foto: Schritt

Die Weyher Firma Haschke hat laut Heitmann die Seitenräume an der Espenstraße, Eichenstraße und „Zur Böttcherei“ bearbeitet. Es geht darum, Wasser von der Straße abzuleiten, so Heitmann. Es fließt über Rasengittersteine und landet dann auf einer Rasenfläche. Dort soll die Flüssigkeit versickern.

Eine Düsseldorfer Firma hat Arbeiten zur Asphalt- und Gehwegsanierung übernommen, berichtet Heitmann. Im Rahmen eines sogenannten DSK-Verfahrens (Dünne Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise) haben die Mitarbeiter des nordrhein-westfälischen Unternehmens den Freizeitweg „Hof Rumpsfelde“ sowie den Heideweg und den Kuhweg ertüchtigt. „Weitere Straßen wie ein Abschnitt der Hördener Sandhöhe und der Böttcherei, der Wieselweg und der Birkhuhnweg werden in den nächsten Tagen saniert.“

Ob die Gemeinde befürchtet, dass aus den ehemaligen Schlagloch-Pisten Wieselweg und Grenzstraße Schleichwege werden? „Nein“, antwortet Heitmann. Sollte dort der motorisierte Verkehr in unerfreulichem Maß zunehmen, werde die Gemeinde das zu verhindern wissen.

Weitere Arbeiten erledigte das Weyher Unternehmen Ernst Petershagen: Innerhalb des Rahmenvertrages ging es um die Ertüchtigung des Geh- und Radwegs entlang der Straßen Im Bruch und Am Weidufer. Die Politik hatte in den Jahren davor mehrfach moniert, dass Bäume durch ihre Wurzeln das Pflaster hochgedrückt hatten, sodass die Geh- und Fahrfläche uneben geworden ist.

Statt einer neuen Pflasterung entschied sich die Verwaltung für den Einbau einer wassergebundenen Decke mit einer stabilisierenden Wabenmatte. Der Vorteil: Eine sprunghafte Erhöhung des Pflasters wird dadurch vermieden.

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